Sie befinden sich hier: Berufsbildungspraxis » Web 2.0 » Mediencommunity / Praxisbeispiel Web 2.0

Web 2.0

Logo: Mediencommunity 2.0
mediencommunity 2.0

 

    Logo: Hochschule München    Logo: Zentral-Fachausschuss Berufsbildung Druck und Medien (ZFA)     Logo: mmb Institut für Medien- und Kompetenzforschung

 


Innovatives Wissensnetzwerk für die  Druck- und Medienbranche


Foto: Drucker an einer modernen DruckmaschineUnter www.mediencommunity.de entsteht gegenwärtig ein innovatives Wissensnetzwerk für die  Druck- und Medienbranche. Auf dem Internetportal können sich alle Beschäftigten der Branche selbstorganisiert, lebenslang und auf einem hohen fachlichen Niveau berufsbegleitend weiterbilden.

Mit diesem Ansatz, in einer ganzen Branche neue, interaktive Formen der überbetrieblichen, beruflichen Weiterbildung einzuführen, betritt die Mediencommunity Neuland. "Wir wollen zugleich das Wikipedia, das Xing und die Akademie.de der Branche sein", so Prof. Dr. Anne König von der Beuth Hochschule für Technik Berlin, die das Forschungsprojekt leitet.

Die Druck- und Medienbranche, die sich überwiegend aus kleinen und mittleren Unternehmen zusammensetzt, ist stark innovationsgetrieben. Sowohl die Digitalisierung und Vernetzung der Produktionsprozesse, wie auch die crossmedialen Ausgabeformen (Print, Web, Mobile Devices), sowie die wachsenden Personalisierungsmöglichkeiten des Digitaldrucks und der starke Trend zur Entwicklung innovativer Dienstleistungen erfordern eine ständige Lernleistung seitens der Beschäftigten. Kontinuierliche Weiterbildung ist hier überlebensnotwendig.

Screenshot Ausschnitt der Startseite der mediencommunity2.0

Lehr- und Lernnetzwerke im Internet, die auf die Weiterbildungsbedürfnisse einer Branche ausgerichtet sind, können insbesondere kleine und mittlere Unternehmen dort entlasten, wo sie aus eigener Kraft keinen optimalen Standard gewährleisten können. Zeitgemäße Internetportale bieten durch die Nutzung neuer Web-2.0-Technologien noch darüber hinausgehende Vorteile: sie beziehen die Nutzer in die Erstellung und Erweiterung der Angebote aktiv mit ein und fördern entsprechende Kompetenzen der Nutzer.

Die Mediencommunity basiert auf einer darauf ausgerichteten Technologie, der Open Source Software "Drupal", die im Projektverlauf kontinuierlich weiterentwickelt wird.

Die Angebote der mediencommunity

Foto Professor Dr. Anne König mit Link zu einem Vodcast InterviewDas Branchenportal Mediencommunity basiert auf drei Säulen: "Informieren", "Kooperieren" und "Qualifizieren".

 


Die erste Säule "Informieren" steht für den Bereich "Wissen + Nachschlagen" - hier werden den Nutzern allgemeine Informationen rund um das Thema berufliche Weiterbildung zur Verfügung gestellt. Online sind hier derzeit ein Fachlexikon der Branche, eine Literaturdatenbank, Branchenlinks sowie eine Bildungslandkarte, auf der sämtliche Aus- und Weiterbildungsinstitutionen der Branche abgerufen werden können. 

Icon KooperierenDie zweite Säule "Kooperieren" steht für das Thema "Vernetzen + Mitmachen". In diesem Bereich kann fachliches Wissen mit anderen geteilt und weiterentwickelt werden, indem eigene Lern- und Interessengruppen ins Leben gerufen und fachliche Fragen und Probleme in Onlineforen diskutiert werden. Online sind hier aktuell Interessengruppen zu den Themen "Bewerbung" und ein "Übungspool für Mediengestalter" sowie Fachforen für Mediengestalter und Drucker und ein "MedienWiki" mit mehr als 300 Fachbeiträgen.

Icon: QualifizierenDie dritte Säule "Qualifizieren" steht für das Thema "Lernen + Lehren". Während im Bereich "Kooperieren" in erster Linie selbstorganisiert gelernt wird, unterstützen im Bereich "Qualifizieren" geschulte E-Trainer die Lernprozesse in geschlossenen Lerngruppen. Die hier erworbenen Kompetenzen werden dokumentiert, bescheinigt und - so ist es geplant - in Teilen auch zertifiziert. Gegenwärtig laufen hier Lerngruppen zu den Themen "Kalkulation von Druckerzeugnissen", "Projektmanagement in der Medienproduktion", "Fachenglisch für Mediengestalter/innen" und "Professionelles Arbeiten mit Photoshop".


Die Angebotspalette in allen drei Bereichen der Mediencommunity wird bis zum Ablauf des Forschungsprojektes im Frühjahr 2011 kontinuierlich erweitert und vertieft.

Startbild eines Animationsfilms - Mediengestalter Marten von Britta Wartke und Stefanie Kienitz realisiert

Mitmach-Community

Mitmachen kann in der Mediencommunity jeder, der in der Druck- und Medienbranche beschäftigt ist, dort arbeitet, lernt oder lehrt. Egal ob Mediengestalterin, Buchbinderin oder Drucker, egal ob Azubi, Ausbilder oder Professorin - alle sollen in der "Mediencommunity 2.0"  ihr Wissen erweitern, teilen und sich mit anderen vernetzen können. Je mehr Menschen sich mit ihrem Wissen und ihren Fragen beteiligen, umso breiter und gehaltvoller wird das Angebot der "Mediencommunity".

Da ein Wissensnetzwerk von der hohen Anzahl und der vielfältigen Erfahrung seiner Mitglieder lebt, ist die "Mediencommunity" offen für Kooperationen mit allen Akteuren der Branche - seien das Azubis, Lehrer, Ausbilder, Fachwirte, Techniker, Industriemeister, Dozenten, Trainer, Personalverantwortliche oder Unternehmer. Erste Verhandlungen haben bereits zu Kooperationen - wie mit dem Mediengestalter- und dem Offsetdrucker-Forum - geführt.  Weitere Kooperationen im gesamten deutschsprachigen Raum sind geplant.