BMBF-Förderung von Open Access-Publikationen

Kartons, die gemeinsam einen Pfeil bilden, der nach oben zeigt

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert Ausgaben für Open Access-Publikationen, die aus abgeschlossenen, vom BMBF geförderten Projekten hervorgegangen sind. Die Mittel kommen aus einem sogenannten "Post-Grant-Fund". Die entsprechende Richtlinie wurde am 1. September 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Wissenschaft und Forschung in Deutschland generieren in einem hohen Maße relevante Erkenntnisse und Informa­tionen und machen ihre Forschungsergebnisse über Publikationen der wissenschaftlichen Gemeinschaft, aber auch einer allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich. Dies macht nicht nur eine weitere wissenschaftliche Verwertung möglich, sondern stärkt auch den wissenschaftlichen Diskurs.

Open Access, also der freie Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen im Internet, bietet ein hohes Verbreitungs- und Verwertungspotenzial wissenschaftlicher Publikationen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt daher mit seiner Open Access-Strategie die Entwicklung einer umfassenden Open Access-Kultur in Wissenschaft und Forschung. Open Access soll in Deutschland zu einem Standard wissenschaftlichen Publizierens werden. Wichtiges Umsetzungselement war die Einführung einer Open Access-Klausel in die Projektförderung des BMBF. Wissenschaftliche Beiträge (Zeitschriftenpublikationen) aus vom BMBF geförderten Projekten sollen so publiziert werden, dass sie entweder sofort mit Erscheinen oder nach Ablauf einer Frist von höchstens zwölf Monaten frei über das Internet zugänglich sind. Hierfür können zusätzliche Ausgaben für die Publikation anfallen.

Potenziale von Open Access sollen besser ausgeschöpft werden

Aus dem Post-Grant-Fund fördert das BMBF Open Access-Publikationsausgaben für Veröffent­lichungen, die aus abgeschlossenen BMBF-geförderten Projekten hervorgegangen sind. Damit will das BMBF Open Access in Deutschland stärker verankern und die zu erwartenden Potenziale für Wissenschaft und Forschung besser ausschöpfen.

Antrags- bzw. zuwendungsberechtigt sind staatliche und staatlich anerkannte Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und forschende Unternehmen, die Zuwendungsempfänger eines abgeschlossenen vom BMBF geförderten Vorhabens waren und die zum Zeitpunkt der Auszahlung der gewährten Zuwendung eine Betriebstätte oder Niederlassung in Deutschland haben. Ebenfalls sind Privatpersonen antrags- bzw. zuwendungsberechtigt, die im Arbeitsverhältnis mit Zuwendungsempfängern abgeschlossener, vom BMBF-geförderter Projekte standen und die Open-Access-Veröffentlichung planen sowie zum Zeitpunkt der Auszahlung der gewährten Zuwendung einen Wohnsitz in Deutschland haben.

Die Antragstellung erfolgt mittels dem unter https://www.bildung-forschung.digital/files/PostGrantFund.pdf zur Verfügung stehenden Formular und der Einreichung eines Publikationsangebotes.

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