Aktion Mensch: Studie zur digitalen Teilhabe veröffentlicht

Aktion Mensch Pressefoto zum Thema Inklusion (Thilo Schmülgen)

Die Corona-Pandemie zeigt, dass soziale und digitale Teilhabe zunehmend miteinander verschmelzen: Nur wer Zugang zu Technologie hat und damit auch umzugehen weiß, kann an gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen. Für Menschen mit Behinderung kann das zu einer stärkeren Ausgrenzung führen. Davor warnt die Aktion Mensch auf Basis ihrer Trendstudie zu digitaler Teilhabe.

Durch die zunehmende Relevanz digitaler Formate und die beschleunigte Technologisierung in der Krise haben Menschen mit Behinderung grundsätzlich mehr Möglichkeiten zur Partizipation. Das gilt auf dem Arbeitsmarkt und im Bildungswesen ebenso wie in der Freizeit. Doch neben den Chancen der Digitalisierung zeigt eine aktuelle Trendstudie der Aktion Mensch zur digitalen Teilhabe auch Risiken auf, die dazu führen können, dass Menschen mit Behinderung vom technologischen Fortschritt ausgeschlossen werden.

"Die Corona-Pandemie hat auf die Digitalisierungsprozesse in der Gesellschaft wie ein Brennglas gewirkt: Die Chancen verstärken sich, aber auch die Risiken", sagt Silke Borgstedt, Director Research & Consulting bei der SINUS Markt- und Sozialforschung. "Unsere Studie zeigt, dass eine chancengerechte Teilhabe aller nur dann möglich ist, wenn digitale Barrierefreiheit konsequent durchgesetzt wird", so Christina Marx, Leiterin der Aufklärung bei der Aktion Mensch.

Die Studie steht als kostenloser Download zur Verfügung und verbindet eine Analyse aktueller Digitaltrends mit den Einschätzungen von zwölf Experten/-innen aus Wissenschaft und Politik sowie 43 Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen entlang der Lebensbereiche Arbeit, Bildung, Freizeit und Wohnen. Die Interviews wurden im Herbst 2019 geführt.

Bildnachweis: Thilo Schmülgen