Ausbilder erfahren digitale Kompetenzen

Mappe der Roadshow „Digitale Medien im Ausbildungsalltag“; Foto: Gerhard Schilling; Copyright: BIBB

Mit der Veranstaltung in Saarbrücken am 2. November ist die Roadshow „Digitale Medien im Ausbildungsalltag“ für 2016 zu Ende gegangen. Das erfolgreiche Format wird im kommenden Jahr fortgesetzt.

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Anwenderworkshops zur Nutzung digitaler Medien in der beruflichen Bildung stoßen auf großes Interesse: An den vier Veranstaltungen in Heidelberg, Dresden, Hamburg und Saarbrücken nahmen knapp 250 Ausbilderinnen und Ausbilder teil.

„Die Nachfrage und der Bedarf nach diesen Weiterbildungen ist groß. Wir müssen die Vorteile digitaler Medien in der beruflichen Ausbildung nutzbar machen. Dafür brauchen wir Ausbilderinnen und Ausbilder mit entsprechenden Kompetenzen. Dieses Rüstzeug vermitteln wir in den Workshops und werden diese im nächsten Jahr fortsetzen“, sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka anlässlich des Abschlussworkshops am 2. November 2016 in Saarbrücken.

In den Anwenderworkshops können die Ausbilderinnen und Ausbilder neue digitale Lern- und Lehrwerkzeuge erproben und anwenden. Dazu gehört das „Social Augmented Learning“ (SAL), mit dem beispielsweise Abläufe an der laufenden Druckmaschine für die Lernenden visualisiert werden. Mithilfe von Smartphones oder Tablets können die Auszubildenden am virtuellen Drucksystem arbeiten und lernen. Von den Ausbilderinnen und Ausbildern vorgegebene Aufgaben können somit – genau wie Bedien-, Service- und Wartungssituationen – mobil simuliert werden.

Mit dem in den Workshops erworbenem Wissen können die Ausbilderinnen und Ausbilder neue digitale Lern- und Lehrmethoden in der Berufsbildungspraxis etablieren. Wanka weiter: „Wie sehen, dass die Digitalisierung immer stärker den Arbeitsalltag prägt. Daher brauchen wir eine Berufsbildung 4.0 mit digitalen Inhalten und Methoden. Das ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Industrie 4.0 und damit für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland.“

Das erfolgreiche Konzept der Anwenderworkshops wird im kommenden Jahr fortgesetzt und mit weiteren neuen digitalen Konzepten für die Berufsbildung erweitert. Dazu soll im nächsten Jahr auch erstmals das Social Augmented Learning-Konzept mit einer Virtual-Reality-Brille gezeigt werden.

Die Workshops sind Teil des Förderprogramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“ des BMBF, in dem innovative digitale Konzepte für Lehr-, Lern- und Arbeitsprozesse der Berufsbildungspraxis entwickelt werden. Ziel der Konzepte ist es, die Ausbildung und Facharbeit mit digitalen Formaten zu unterstützen und den Ausbildungsalltag zu optimieren.

Bildnachweis: Gerald Schilling