AVI – Ausbildung im virtuellen Verbund

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Das Konzept von AVI sieht vor, soziale E-Learning-Elemente in kleinen und mittleren Unternehmen, die eine gemeinsame Ausbildung im Verbund durchführen, zu implementieren. Das Vorhaben will damit auch die Akzeptanz neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung fördern.

Im Projekt AVI - Virtuelle Verbundausbildung ergänzt das Schweriner Ausbildungszentrums (SAZ) bestehende Kurse durch E-Learning. Ziel des Projektes ist es, durch den Einsatz von sozialen E-Learning-Formen und der Orientierung der Lerninhalte an konkreten Geschäftsprozessen in Unternehmen, einen pädagogischen Mehrwert zu erzielen. Dieser soll in den Unternehmen perspektivisch zu mehr Akzeptanz gegenüber der Nutzung neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung führen.

Die Lernangebote der virtuellen Verbundausbildung knüpfen inhaltlich und organisatorisch an die Verbundkurse an, die seit vielen Jahren in Präsenz stattfinden. Dem Projekt war es beim Entwickeln der Lernaufgaben wichtig, sowohl berufliche als auch betriebliche Aspekte zu berücksichtigen. Hierbei kam es vor allem darauf an, die Lernaufgaben inhaltlich mit der Berufsschule abzustimmen und in den betrieblichen Ausbildungsplan der Unternehmen einzubinden. 

Hintergrund des didaktisch-methodischen Konzeptes ist der Gedanke, dass sich Lernen über die Kommunikation und Zusammenarbeit im Lernprozess definiert. Daher hat sich AVI entschieden, das soziale Lernen mithilfe von Web 2.0-Tools zu unterstützen. Zu diesem Zweck berücksichtigen die Kurse die spezielle Situation der Verbundausbildung und die Besonderheiten des netzbasierten gemeinsamen Lernens. Im Mittelpunkt stand hierbei die Gestaltung der Aufgaben unter folgenden Kriterien:

Die aus einem Kreis und sechs Pfeilen bestehende Grafik gibt eine Übersicht über die im Text genannten Kriterien für die Gestaltung der Aufgaben.
AVI-Lernaufgaben: Kooperatives Lernen. Grafik: © SAZ

  • die Aufgabenstellung soll problem- und praxisorientiert sein
  • berufliche und betriebliche Aspekte sollen mit einbezogen werden
  • zur Lösung der Aufgabe soll die Zusammenarbeit mit anderen Auszubildenden notwendig sein
  • die Lernenden sollen beim Bearbeiten der Aufgabe unterschiedliche Positionen und Sichtweisen einnehmen können
  • die Aufgabe soll in unterschiedliche Arbeitsschritte unterteilbar sein und so Arbeitsteilung ermöglichen.

Die Lernenden bearbeiten die Lernaufgaben vorwiegend im Lernort Betrieb. Daher hat AVI im Rahmen der Organisation der virtuellen Verbundausbildung die technischen Voraussetzungen geprüft und die Lernzeiten für die Auszubildenden koordiniert. Hier haben sich die Verantwortlichen aus den Unternehmen auf die Erfahrungen und die Ideen des SAZ verlassen können.

Das Schaubild zeigt die Virtuelle Verbundausbildung mit den Akteuren Bildungsdienstleister, Projektpartner, Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Bei jedem Akteur stehen die jeweiligen Aufgaben.
Virtuelle Verbundausbildung. Grafik: © SAZ

In Kooperation zwischen den Partnern hat AVI die Betreuung der Lernenden während des Lernprozesses sichergestellt. Wichtig ist hierbei gewesen, die Aktivitäten der Lernenden zu beobachten, um frühzeitig Hinweise zu erkennen, die auf einen möglichen Abbruch hindeuten könnten. Um das Lernziel zu erreichen, ist in solchen Situationen die Kommunikation zwischen den Partnern von immenser Bedeutung gewesen.

Das Fundament einer virtuellen Verbundausbildung im Rahmen des dualen Systems setzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen Partnern voraus.

Grafik: © AVI