AVI – Ausbildung im virtuellen Verbund

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Das Konzept von AVI sieht vor, soziale E-Learning-Elemente in kleinen und mittleren Unternehmen, die eine gemeinsame Ausbildung im Verbund durchführen, zu implementieren. Das Vorhaben will damit auch die Akzeptanz neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung fördern.

In der virtuellen Verbundausbildung ergänzt das Schweriner Ausbildungszentrums (SAZ) die bestehenden Kurse durch E-Learning. Viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) würden gerne ausbilden, können die Ausbildung aber nicht aus eigener Kraft realisieren. Aus dieser Erfahrung heraus ist die Verbundausbildung des SAZ mit kleinen und mittleren Unternehmen entstanden.

Ziel des Projektes ist es, durch den Einsatz von sozialen E-Learning-Formen und der Orientierung der Lerninhalte an konkreten Geschäftsprozessen in den Unternehmen, einen deutlichen pädagogischen Mehrwert zu erzielen. Dieser soll in den Unternehmen perspektivisch zu mehr Akzeptanz gegenüber der Nutzung neuer Medien in der Aus- und Weiterbildung führen.

SAZ hat Rolle des Initiators übernommen

Ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Durchführung des Projektes „Virtuelle Verbundausbildung“ ist die Lernortkooperation zwischen den Ausbildungsbetrieben, den Berufsschulen und dem Schweriner Ausbildungszentrum (SAZ) gewesen. Hierbei hat das SAZ die Rolle des Initiators des Lernangebots übernommen. Daraus haben sich folgende Aufgaben ergeben:

  • die virtuelle Verbundausbildung organisieren und koordinieren
  • ein Lernportal in Form eines virtuellen Unternehmens bereitstellen
  • die Ausbildungsbetriebe unterstützen und beraten
  • den Lernprozess der Auszubildenden begleiten

Lernaufgaben sind in den Ausbildungsplan eingebunden

Die Lernangebote der virtuellen Verbundausbildung knüpfen inhaltlich und organisatorisch an die Verbundkurse an, die seit vielen Jahren in Präsenz stattfinden. Dem Projekt war es beim Entwickeln der Lernaufgaben wichtig, sowohl berufliche als auch betriebliche Aspekte zu berücksichtigen. Hierbei kam es vor allem darauf an, die Lernaufgaben inhaltlich mit der Berufsschule abzustimmen und in den betrieblichen Ausbildungsplan der Unternehmen einzubinden. Das hat das Vorhaben dadurch sichergestellt, dass die Ausbildungsbetriebe und die Berufsschulen ihre Erfahrungen und Vorstellungen eingebracht haben. Auf diese Weise ist es möglich gewesen, qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln.

Die Lernenden bearbeiten die Lernaufgaben vorwiegend im Lernort Betrieb. Daher hat „AVI“ im Rahmen der Organisation der virtuellen Verbundausbildung die technischen Voraussetzungen geprüft und die Lernzeiten für die Auszubildenden koordiniert. Hier haben sich die Verantwortlichen aus den Unternehmen auf die Erfahrungen und die Ideen des SAZ verlassen können.

Das Schaubild zeigt die Virtuelle Verbundausbildung mit den Akteuren Bildungsdienstleister, Projektpartner, Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Bei jedem Akteur stehen die jeweiligen Aufgaben.
Abb. 1: Virtuelle Verbundausbildung

In Kooperation zwischen den Partnern hat „AVI“ die Betreuung der Lernenden während des Lernprozesses sichergestellt. Wichtig ist hierbei gewesen, die Aktivitäten der Lernenden zu beobachten, um frühzeitig Hinweise zu erkennen, die auf einen möglichen Abbruch hindeuten könnten. Um das Lernziel zu erreichen, ist in solchen Situationen die Kommunikation zwischen den Partnern von immenser Bedeutung gewesen.

Das Fundament einer virtuellen Verbundausbildung im Rahmen des dualen Systems setzt eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen allen Partnern voraus.