Berufliche Bildung im Wandel

Fabrikgelände einer Maschinenbaufirma in Deutschland; Copyright: lilly3/Thinkstock (alle Rechte vorbehalten)

Die berufliche Bildung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Das war der Tenor der Tagung der Arbeitsgemeinschaft der gewerblich-technischen Ausbildungsleiter im Kuratorium der Deutschen Wirtschaft für Berufsbildung (KWB).

Prof. Dr. Dieter Wegener, Sprecher des ZVEI-Führungskreises Industrie 4.0, betonte, dass Industrie 4.0 die Branchen zusammenwachsen lasse, etwa IT, Elektronik und Maschinenbau. Folgen für die Ausbildung seien eine zunehmende Prozessorientierung sowie veränderte Aufgaben, Kompetenzprofile und auch Berufe. Außerdem würden kombinierte Ausbildungsberufe stärker nachgefragt.

Für Thomas Leubner, Chief Learning Officer Siemens AG, erfordert die digitale Welt neue Führungskulturen und neue Lernformen. Überfachliche Kompetenzen wie Kommunikationsfähigkeit werden wichtiger.

Vor dem Hintergrund, dass Lebens-, Arbeits-und Bildungsbiografien diverser und komplexer werden, forderte Thomas Sattelberger die Unternehmen auf, die Komplexität des Talentmarktes mit Vielfalt der Lösungen in Einklang zu bringen.

Zentrale Themen des Barcamps waren die Integration der Flüchtlinge durch Qualifizierung und die Anforderungen der Industrie 4.0 an Ausbildung und Ausbilder.

Die Teilnehmer am Round Table „Wirtschaft 4.0 – Herausforderung für die berufliche Bildung“ nannten folgende Rahmenbedingungen als Faktoren für die erfolgreiche Digitalisierung der Wirtschaft:

• neue Arbeitskultur
• IT-Grundlagen schaffen in der Ausbildung
• Selbstlernkompetenz und Wissen teilen
• die gestaltende Rolle des Menschen
• Prüfung von Handlungskompetenz
• Flexibilität von Ausbildung

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