Berufsbildung 4.0: "Es gibt viel zu tun"

Dirk Palige, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks

Der Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Dirk Palige, hat sich im Rahmen der Veranstaltung "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" zum Thema Digitalisierung in der Berufsbildung geäußert.

In einem Grußwort an Teilnehmer und Verantwortliche der Roadshow "Digitale Medien im Ausbildungsalltag" in Berlin, ging Palige am 9. Mai auf die Chancen, Auswirkungen und Herausforderungen der Digitalisierung für die Berufsbildung ein. In den Räumen des ZDH sagte er: "Die Digitalisierung spielt in der beruflichen Bildung zunehmend eine wichtige Rolle. Sie ändert nicht nur die Ausbildungsinhalte, sondern sie vermag auch die Art 'wie wir lernen' zu ändern. Sie ermöglicht, Arbeitsprozesse interaktiv in einer virtuellen Umgebung zu erleben und erlaubt es Lehrern und Ausbildern, gemeinsam mit den Auszubildenden, deren aktuellen Kompetenzstand zu ermitteln und sich fortlaufend über deren Kompetenzentwicklung zu informieren."

"Sozialpartner, Politik und Lehrkräfte gefordert"

Vor diesem Hintergrund, so Palige, müsse die berufliche Bildung, um die man Deutschland weltweit "beneide", kontinuierlich weiterentwickelt und immer wieder an neue technische oder gesellschaftliche Gegebenheiten angepasst werden. Nach Ansicht des ZDH-Geschäftsführers seien deshalb nun die Sozialpartner, die Politik sowie die Ausbilder und Lehrkräfte besonders gefordert.

Die Sozialpartner forderte Palige auf, die "curricularen Rahmen" zu setzen, um eine Weiterentwicklung der beruflichen Bildung zu ermöglichen. Als Stichwort nannte er die Ausbildungs- und Fortbildungsverordnungen. Von der Politik verlangte Palige in diesem Zusammenhang die Setzung "infrastruktureller Rahmen". Als Stichwörter nannte er überbetriebliche Ausbildungsstätten und Berufsschulen. Betriebliche Ausbilder und Lehrkräfte seien derweil angehalten, sich mit neuen Lehr- und Lernmedien zu beschäftigen. Paliges Fazit: "Es gibt viel zu tun."

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