BIBB-Workshop: Gestaltung des digitalen Wandels in der Berufsbildung

Teilnehmer BIBB-Workshop

Auf Einladung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) nahmen am 6. Februar 2018 Vertreter/-innen zahlreicher vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderter Projekte an einem Workshop zum Thema "Medien- und IT-Kompetenz" in Bonn teil.

Der Workshop bot Projektverantwortlichen von insgesamt 14 Verbundvorhaben des BMBF-Förderprogramms "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" ein Forum, sich im BIBB über die in ihren Projekten entwickelten Konzepte zur Medienkompetenz auszutauschen.

Die Workshop-Moderation hatte Michael Härtel, Leiter des Arbeitsbereichs 3.2 "Digitale Medien/Fernlernen/Bildungspersonal" im BIBB, übernommen. In einem halbstündigen Referat präsentierte er zunächst Hintergrundinformationen zum BIBB-Forschungsprojekt "Digitale Medien in der betrieblichen Berufsbildung – Medienaneignung und Mediennutzung in der Alltagspraxis von betrieblichem Ausbildungspersonal". Mithilfe dieses Projekts wurde ein Modell "medienpädagogischer Kompetenz" betrieblichen Ausbildungspersonals erarbeitet, das mit den am Workshop beteiligten Projektverantwortlichen - vor dem Hintergrund ihrer Erfahrungen und erzielten Ergebnisse - diskutiert wurde. Darauf folgte eine Übersicht der vom BMBF geförderten Medienbildungsprojekte, inklusive "Projekt-Mapping". Am Nachmittag bot der Workshop Raum für Beiträge der Projekte zum Modell zur Aneignung medienpädagogischer Kompetenz.

Teilnehmer des BIBB-Workshops vor dem Modell zur Aneignung medienpädagogischer Kompetenz
Der Workshop bot den Projektverantwortlichen die Möglichkeit, sich über die zahlreichen Facetten medienpädagogischer Kompetenz auszutauschen. Foto: BIBB

Im Austausch über das Schlagwort "Berufsbildung 4.0" wurde eine Reihe von Hindernissen identifiziert, die eine Verwendung digitaler Medien in der beruflichen Bildung nach wie vor erschweren. Zeitmangel sei unter anderem ein Grund dafür. Daneben spielten "Berührungsängste" beim Ausbildungspersonal eine Rolle und auch die Tatsache, dass nicht allerorten ein Bedarf an neuen Lehr- bzw. Lernkonzepten gesehen wird. Ein strukturiertes und effizientes Informations- und Wissensmanagement der hier beteiligten Akteure kristallisierte sich als ein Aspekt heraus, dem bei der Gestaltung des digitalen Wandels in der Berufsbildung künftig eigene Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Die Workshop-Teilnehmenden sprachen sich vor diesem Hintergrund mehrheitlich dafür aus, die Implementierung von Forschungs- und Projektergebnissen fachlich stärker in die jeweils aktuellen systemischen Entwicklungen des Berufsbildungssystems einzubetten. Transferarbeiten wären z.B. in diesem Kontext darauf hin zu prüfen, inwieweit sie gezielt zu unterstützen seien. Die Veranstaltung endete mit einem Brainstorming über Möglichkeiten, die durch die BMBF-Projekte entwickelten Fortbildungsangebote noch gezielter bei den adressierten Zielgruppen zu platzieren und z.B. auch über eine Zusatzqualifikation "Medien- und IT-Kompetenz" nachzudenken.

Bildnachweis: BIBB