Blended ContENT in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche

Logo Blended ContENT

Das Projekt entwickelt ein Aus- und Weiterbildungsangebot in der Sanitär-, Heizungs- und Klimabranche mit Web 2.0-Technologien. Neben spielerischen Ansätzen und der Möglichkeit, eigene Inhalte zu kreieren, steht dabei der Aspekt „Mobile“ im Vordergrund.

Das Projekt „BlendedContENT“ (Blended Continuing Education with New Technologies) entwickelt Lernanwendungen und -inhalte für den Bereich Sanitär, Heizung und Klima (SHK). Der Bedarf nach hochwertigen Lernangeboten steigt unter anderem aufgrund des Fortschritts im Bereich erneuerbarer Energien. Dieser bringt ständig neue technische Entwicklungen oder auch Verordnungen mit sich. Zugleich steht jedoch wenig Zeit explizit für die Aus- und Weiterbildung zur Verfügung – im Vordergrund steht vielmehr „Learning by doing“. Gerade hier bieten jedoch mobile Endgeräte vielversprechende Möglichkeiten: Lerninhalte sind auf dem Smartphone plötzlich nur noch einen Klick entfernt.

Touchscreens und Sensoren erlauben benutzerfreundlichere, teilweise „spaßige“ Eingabemethoden. Damit ist Lernen unterwegs, zum Beispiel auf der Fahrt zur Baustelle, möglich. Daneben spricht jedoch noch ein ganz anderer Grund für mobiles Lernen: Tablets und Smartphones verbreiten sich rasant und viele Menschen sind häufiger auf mobilen Geräten im Internet unterwegs als auf Desktop-PCs. Um diese Menschen zu erreichen, müssen E-Learning-Anwendungen teilweise schlicht und ergreifend auf den entsprechenden Geräten gut funktionieren.

Konzept berücksichtigt Besonderheiten des mobilen Lernens

„BlendedContENT“ entwickelt multimediale Lernanwendungen für Auszubildende, Monteurinnen und Monteure sowie Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter im SHK-Bereich. Neben spielerischen Ansätzen und der Möglichkeit, eigene Inhalte zu kreieren, steht dabei der Aspekt „Mobile“ im Vordergrund. Dabei gilt es jedoch, die Besonderheiten des mobilen Lernens zu berücksichtigen:

  • Es gibt eine Vielzahl an Endgeräten, die sich in Hinblick auf Betriebssystem, Leistungsfähigkeit und Bildschirmgröße deutlich unterscheiden.
  • Auch wenn Internetflatrates weit verbreitet sind, kann es immer vorkommen, dass Nutzende nur langsame oder keine Internetverbindungen haben. Anwendungen sollten also möglichst auch offline funktionieren.
  • Die vielen erhältlichen Apps im Playstore oder im AppStore legen die Messlatte im Hinblick auf die Nutzerfreundlichkeit mobiler Anwendungen sehr hoch. Entsprechend müssen die Gestaltung und Bedienkonzepte von mobilen Lernanwendungen durchdacht und hochwertig sein.
  • Mobiles Lernen, gerade mit dem Smartphone, findet oftmals „zwischendurch“ statt. Inhalte sollten daher kompakt und einzelne Lerneinheiten schnell durchzuarbeiten sein.

Zwei mobile Lernanwendungen aus dem Projekt sind die Übungs-App „SmartSHK“ sowie eine Lernkarteikarten-App.

SmartSHK-App

Diese Übungs-App dient dazu, die komplexeren Inhalte anderer, „größerer“ Lernanwendungen aus dem Projekt noch einmal in einfacher, mobiler, spielerischer Form aufzubereiten. Die Inhalte umfassen Themen, wie das Verhalten auf der Baustelle, Sanitärinstallationen oder Heizungen.

Nach Auswahl eines Themas müssen die Lernenden ein Set an Aufgaben lösen. Durch diese leitet sie ein Avatar – ein Obermonteur. Es gibt momentan vier Aufgabentypen: Dabei geht es nicht nur um die richtige Lösung. Vielmehr müssen die Lernenden, um eine Aufgabe zu schaffen, auch schnell reagieren oder ein gewisses Fingergeschick am Smartphone mitbringen. Beispielsweise müssen sie Basketbälle einfangen und sortieren oder durch Schütteln des Smartphones ein Bild, das sie zur Lösung der Aufgabe benötigen, von Gerümpel befreien.

Screenshot: Die drei verwendeten Bildausschnitte zeigen die verschiedenen, im Text erwähnten, Aufgabentypen in der App „SmartSHK“
Abb. 1: „SmartSHK“

Die Applikation ist plattformunabhängig und damit auf den meisten modernen Smartphones mit iOS oder Android 4.x lauffähig. Durch Aufruf eines Links lässt sie sich online abrufen – installiert sich dabei jedoch auch automatisch für den Offline-Betrieb. Ändern sich später Inhalte, reicht ein erneuter Aufruf des Links: Sobald eine Internetverbindung besteht, lässt sich die aktuellste Version herunterladen.

Lernkarteikarten-App

Sie dient dazu, zentrale Begriffe oder Konzepte, die in den anderen Lernanwendungen umfassend erläutert werden, unterwegs zu wiederholen. Die Applikation basiert auf dem bekannten Prinzip der Lernkarteikarten nach der Systematik von Sebastian Leitner. Nutzende können zudem eigene Kartensätze anlegen, bearbeiten und tauschen. Damit ist die App ideal geeignet, um im Nachgang, zum Beispiel nach einem Web Based Training, unterwegs das Wissen zu vertiefen oder aufzufrischen. Die App lässt sich sowohl für iOS als auch für Android herunterladen und ist offline nutzbar.

Screenshot: Die drei Bildausschnitte zeigen das Lernkarteisystem von
Abb. 2: Lernkarteikarten

Neben diesen Apps, entwickelt das Projekt darüber hinaus ein Kompetenzportal, eine Lernanwendung für Auszubildende (die Lernstadt) sowie verschiedene Web Based Trainings. Informationen hierzu finden Sie auf der Projektwebseite blendedcontent.de.