BLIP – Berufliches Lernen im Produktionsprozess

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Lernorte der Berufsausbildung besser zu verknüpfen und die Lernortkooperation zu verbessern, ist das Ziel von „BLIP“. Als Basis hierfür dienen eine auf Web 2.0-Funktionen basierende Lernplattform und eine entsprechende Didaktik.

In der Praxis tauschen sich Berufsschullehrende sowie Ausbildende auf einer Lern- und Kommunikationsplattform aus. Dort stellen sie Dokumente zur Verfügung und geben den Auszubildenden Rückmeldung. Damit aber nicht genug: Die Beteiligten nutzen nicht nur gemeinsam die Plattform, sondern führen in Berufsschule und Ausbildung auch gemeinsame Unterrichtseinheiten durch. So können die Berufsschullehrenden sowie Ausbildenden die Theorie direkt mit der Praxis verzahnen und den Bezug zwischen beidem herstellen. Auch kooperativer Unterricht findet auf der „BLIP“-Plattform statt.

Einblick in die praktizierte Kooperation am Lernort

In der Lernortkooperation Berufsschule-Ausbildungsbetrieb über Web 2.0 praktiziert „BLIP“ einen Kooperationsansatz, der sich am Zyklus der vollständigen Handlung ausrichtet. Das Projekt fokussiert folgende Ziele:

Das Projektteam etabliert einen regelmäßig stattfindenden Arbeitskreis. Seine Aufgabe ist es, auf Web 2.0 basierende Kooperationsprojekte an verschiedenen Lernorten durchzuführen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Verknüpfung von Theorie und Praxis, Prüfungsrelevanz und Realitätsbezug. Der Arbeitskreis besteht aus den folgenden Akteuren: Ausbildende, Berufsschullehrende sowie Kooperationshelferinnen und -helfer.

Kooperationsaktivität in fünf Schritten

Schaubild zur Durchführung eines Kooperationsprojekts mit Einbindung der Web 2.0 Plattform BLIP. 5 Schritte sind aufgeführt: 1. Informieren, 2. Planen und Entscheiden, 3. Handeln, 4. Kontrollieren, 5. Reflektieren und Bilanzieren.
Abb. 1: Ziel Kooperationsaktivität – Durchführung eines Kooperationsprojektes mit Einbindung der Web-2.0-Plattform „BLIP“ und gemeinsamen Fragestellungen

Um die Kooperationsprojekte zu strukturieren und zu erarbeiten, hat das Projekt den Zyklus der vollständigen Handlung als Kooperationsansatz zu Grunde gelegt.

Die einzelnen Schritte dieses Zyklus durchläuft das Vorhaben bei den Treffen immer wieder, um gemeinsam Web 2.0-Projekte zu planen und mit den Auszubildenden durchzuführen:

  • Informieren
    Die Beteiligten stimmen gemeinsame Ideen, Vorstellungen und Sichtweisen in Bezug auf ein realisierbares und für Betrieb und Schule gleichermaßen geeignetes Kooperationsthema ab.
  • Planen, Entscheiden
    Planung und Durchführung des Kooperationsprojektes an verschiedenen Lernorten mit Einbeziehung von „BLIP“-Web 2.0-Technologien. Die Beteiligten legen gemeinsame Fragestellungen fest, die die Auszubildenden beim Durchführen des Projektes beantworten sollen.
  • Handeln
    Das auf Web 2.0 basierende Kooperationsprojekt wird an verschiedenen Lernorten durchgeführt.
  • Kontrollieren
    Die Lehrkräfte sowie das Ausbildungspersonal besprechen und beurteilen das Schülerverhalten, die Schülerergebnisse sowie deren Antworten auf die Fragestellungen.
  • Reflektieren/ Bilanzieren
    Die Beteiligten reflektieren das Kooperationsprojekt im Hinblick auf die Durchführung und machen Verbesserungsvorschläge. Diese finden Berücksichtigung bei der erneuten Durchführung eines Kooperationsprojekts.

Kooperationsprojekte an zwei Lernorten

Screenshot: Es handelt sich um einen Bildschirmausschnitt des Bereiches
Abb. 2: Bereich „Gruppe“ (Loko – Schule- Betrieb)

Für die Planung von Kooperationsprojekten hat das Projekt den Bereich „Gruppe“ der Web 2.0-Plattform „BLIP“ als virtuellen Ort genutzt. Dort haben die Beteiligten gemeinsam und ortsunabhängig an Arbeitsmaterialien arbeiten können.

Die Kooperationsprojekte führt das Projekt arbeitsteilig an zwei Lernorten (Berufsschule / Ausbildungsbetrieb) durch – die Beteiligten des Arbeitskreises betreuen diese gemeinschaftlich.

Die nachfolgenden Bilder zeigen Auszüge des „Kooperationsprojektes Montageplan“:

Collage aus sechs Fotos: Zwei Bilder zeigen den Lernort Werkstatt. Zwei Fotos zeigen den Lernort Berufsschule. Die letzten zwei Bilder zeigen wiederum den Lernort Fachbereich mit den dort befindlichen Maschinen.
Abb. 3: Kooperationsprojekt Montageplan mit den Lernorten Lehrwerkstatt, Berufsschule und Fachbereich

Um den Auszubildenden Arbeitsmaterialien und Lernaufgaben zur Verfügung zu stellen, nutzen die Projektverantwortlichen den Bereich „Lernaufgabe“ der Web 2.0-Plattform „BLIP“. Die Auszubildenden können ihre Antworten direkt in die Plattform eingeben.

Bildschirmausschnitt des Bereiches
Abbildung 4: Bereich „Blog“

Der Bereich „Blog“ der Web 2.0-Plattform „BLIP“ dient bei der Durchführung als Wissensspeicher, in welchem die Auszubildenden ihre Projektergebnisse dokumentieren.

Im Anschluss an die Projektphase nutzen die Auszubildenden diesen Blog als Präsentationshilfe zur Reflexion und zum Sichern der Ergebnisse.