Bundesagentur für Arbeit bringt Serena Supergreen in die Klassenzimmer

Blick über Schulter von Schülerin in Klassenzimmer, die auf Tablet das Spiel Serena Supergreen spielt

Seit dem Jahreswechsel bekommen rund 4000 Berufsberaterinnen und -berater der Bundesagentur für Arbeit (BA) bei ihrer Arbeit Unterstützung von Serena Supergreen, der Heldin des gleichnamigen Serious Games, das bei Jugendlichen Interesse an technischen Ausbildungsberufen wecken soll.

Mit dem Point&Click-Adventure Serena Supergreen, das vom Wissenschaftsladen Bonn, der Technischen Universität Dresden, der Technischen Universität Berlin sowie dem Gamestudio "the Good Evil" entwickelt wurde, sollen insbesondere Mädchen auf naturwissenschaftlich-technische Berufe im Bereich erneuerbarer Energien neugierig gemacht werden. Das Vorhaben wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms Digitale Medien in der beruflichen Bildung gefördert. Das Computerspiel wurde bereits mehrfach ausgezeichnet (u.a. Hermann-Schmidt-Preis, Pädagogischer Medienpreis) und war 2019 nominiert für den internationalen Nature Research Award in der Kategorie "Innovating Science".

Seren Supergreen Screenshot des Serious Games
Screenshot: © Serena Supergreen

Das Spiel verfolgt zwei zentrale Ziele: einerseits die Stärkung des Fähigkeitsselbstkonzepts (insbesondere von Mädchen) im Bereich Technik. Andererseits soll es das Interesse an technischen Aufgaben wecken bzw. erhöhen. Um die Effekte des Spiels auf das Fähigkeitsselbstkonzept und auf das Interesse im Bereich Technik zu evaluieren, wurde es zwischen September 2017 und Februar 2019 aufwendig evaluiert (Projekt "MitEffekt") und in mehreren Schulen eingesetzt.

"Genau dort soll das Spiel zum Einsatz kommen"

Die Projektverantwortlichen haben nun eine Kurz-Version des kostenlos herunterladbaren Serena-Spiels erzeugt, mit der die Berufsberaterinnen und -berater der BA Jugendliche auf Perspektiven im Bereich erneuerbarer Energien aufmerksam machen können. Im Jahr erreichen die Berufsberaterinnen und -berater ca. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 12 bis 16 Jahren – exakt jene Altersgruppe, für die das Spiel Serena Supergreen entwickelt wurde. Entsprechend glücklich ist Dr. Pia Spangenberger, Leiterin des Projekts Serena Supergreen, über die Zusammenarbeit mit der BA. Spangenberger: "Genau dort, wo Berufsberatung institutionell stattfindet, soll das Spiel zum Einsatz kommen".

Neben den Berufsberaterinnen und -beratern werden die rund 550 Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA) ebenfalls über die BA-spezifische Version von Serena Supergreen informiert und zur Nutzung im Rahmen ihrer fachübergreifenden Aufgaben zur Chancengleichheit von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt angeregt.

Bildnachweis: © Serena Supergreen