Comenius-Award: Projekt EMPA ausgezeichnet

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Das BMBF-geförderte Projekt "EMPA" ist in Berlin mit dem Comenius-EduMedia-Award 2017 ausgezeichnet worden. Dem Bildungsangebot wurden hohe didaktische und mediale Qualität bescheinigt.

"Digitale Bildungsmedien haben enormes Potenzial, Lernen und Lehren anders zu gestalten. Ihre volle Wirkung entfalten sie aber nur, wenn sie in ein didaktisch konzipiertes Lehr- und Lernkonzept eingebunden sind", so der Vorsitzende der wissenschaftlichen Gesellschaft für Pädagogik, Information und Medien (GPI), Dr. Bernd Mikuszeit in seiner Eröffnungsrede anlässlich der Verleihung der 22. Comenius-EduMedia-Awards in Berlin.

Auf Einladung der GPI verfolgten am 22. Juni 2017 rund 150 Gäste im Europäischen Haus, wie insgesamt 143 Comenius-Medaillen bzw. Comenius-Siegel in den Kategorien "Didaktische Multimediaprodukte", "Allgemeine Multimediaprodukte", "Lehr- und Lernmanagementsystem" sowie "Computerspiele" verliehen wurden. Bei einem der Siegel-Preisträger handelte es sich um das Projekt "EMPA" (kurz für "Experte/-in für Medienpädagogik in der Ausbildung"), das im Rahmen des Programms "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird.

"Sehr schöne Bestätigung für uns"

EMPA
Freuen sich über den Comenius-EduMedia-Award (v.li.): Die EMPA-Projektkoordinatoren Thorsten Pilger und Eva Ott. Foto: © EMPA

"Die Auszeichnung mit dem Comenius-Award stellt eine sehr schöne Bestätigung für uns dar", freut sich Projektkoordinator Thomas Pilger über die Ehrung durch eine internationale Fachjury. Der Preis, benannt nach dem tscheschichen Bischof und Pädagogen Johann Amos Comenius, sei zudem ein Instrument, das Produkt EMPA besser zu bewerben, fügt der Leiter der Konstanzer Christiani-Akademie, die EMPA ohne Projektpartner ins Leben gerufen hatte, hinzu.

e-book und ZFU-Zertifizierung angestrebt

Pilger, der mit seiner Kollegin Eva Ott (ebenfalls Projektkoordinatorin) an der Verleihung des Comenius-EduMedia-Awards in Berlin teilnahm, macht in Sachen EMPA besonders stolz, dass das Projekt nicht mit dem unmittelbar bevorstehenden Ende des Förderzeitraums von der Bildfläche verschwinden wird. So sei geplant, eine Sammlung interessanter Best-Practice-Beispiele aus der Projektarbeit in Form eines e-books zu veröffentlichen. Darüber hinaus strebt die Christiani-Akademie an, EMPA durch die Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht (ZFU) zertifizieren zu lassen. Noch in diesem Jahr soll Ausbildern aus dem gewerblich-technischen Bereich auf diesem Weg die Möglichkeit gegeben werden, EMPA zu nutzen und ein Zertifikat der Deutschen Berufsausbilder Akademie (DBA) zu erlangen.

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