DAWINCI

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Das Projekt „DAWINCI – Durchlässigkeit in der Aus- und Weiterbildung der chemischen Industrie“ entwickelt die Konzeption eines netzgestützten Weiterbildungsansatzes zur betrieblichen Karriereentwicklung innerhalb der Chemiebranche. Es erprobt ein Stufenmodell bis hin zur akademischen Ausbildung.

Lernszenarien für einen selbstgesteuerten Wissenserwerb

Schaubild mit fünf Textflächen. Unten Produktions- und Laborberufe. Von dort 2 Pfeile auf die Felder Industriemeister und Techniker in der Mitte. Von diesen geht jeweils ein Pfeil auf das oberste Feld Bachelor.
Abb. 1: Erweiterung der Anschlussfähigkeit beruflicher Qualifikationen und Kompetenzen am Beispiel der chemischen Industrie

Ziel von „DAWINCI“ ist es, ein Konzept zur Anschlussfähigkeit beruflicher Kompetenzen und Qualifikationen zu entwickeln, umzusetzen und in der Praxis nachhaltig zu verankern. Als Basis dient hierfür die berufliche Entwicklung von Chemikantinnen und Chemikanten – über den Industriemeister/die Industriemeisterin Chemie –bis hin zum Bachelor für Verfahrenstechnik.

Im Fokus des Vorhabens steht dabei der Wunsch, ein Instrumentarium mit chemiespezifischen Lernszenarien zu entwickeln. Dieses unterstützt einen selbstgesteuerten kooperativen Kompetenzerwerb in Übergangsphasen. Hierzu hat das Projektteam verschiedene Aspekte miteinander verglichen:

  • die Curricula
  • die Ermittlung der betrieblichen Qualifikationsbedürfnisse
  • die Identifikation sowie Überarbeitung und Ausarbeitung der ausbildungsrelevanten Inhalte
  • die Erarbeitung der strukturellen Rahmenbedingungen mit Bewertungs- und Auswertesystem und nach der betrieblichen Erprobung
  • die Entwicklung eines betrieblichen Anrechnungsweges.

Identifikation und Analyse von Lerninhalten und Entwicklungspfaden

Das Konzept der Anschlussfähigkeit hat „DAWINCI“ in einem dreistufigen Prozess erarbeitet:

  • anschlussrelevante Lerninhalte identifizieren
  • entsprechende elektronische Lernbausteine erarbeiten und in eine Lehr- und Lernumgebung integrieren
  • Lernbausteine kreditieren und einen Rahmen entwickeln, um diese berufsübergreifend zu erfassen und anzurechnen

Anschlussrelevante Lerninhalte identifiziert das Vorhaben zum einen durch die Analyse der zugrunde liegenden Curricula der betreffenden Berufe: Im Fokus stehen hierbei Überlappungsbereiche und Doppelaufwendungen im beruflichen Aufstieg. Zum anderen untersucht es typische Entwicklungspfade von Beschäftigten in den genannten Berufen auf die für den Aufstieg wesentlichen Qualifikationen hin.

Schaubild Arbeitsplan in 3 Phasen.
Abb. 2: Arbeitsplan in drei Phasen

Auf Basis der Untersuchungsergebnisse haben die Projektpartner in ihrem jeweiligen Kompetenzbereich entsprechende elektronische Lernbausteine erarbeitet. Jeder Baustein ist horizontal über verschiedene Berufsbilder sowie vertikal über verschiedene Berufsabschlüsse und Fortbildungen differenziert, die für verschieden hohe Qualifikationsniveaus stehen.