Digitalisierung in der Pflege

Digitalisierung ist auch in der Pflege wichtig

Vor welche Herausforderungen stellt die Digitalisierung die Pflegepraxis? Mit dieser und weiteren Fragen beschäftigte sich am 5. Mai das Fachsymposium "Pflege 4.0: Zukunftsszenarien zum Weiterbildungsbedarf in den Pflegeberufen" in Berlin.

Experten aus Politik, Pflegepraxis und Wissenschaft diskutierten im Spreepalais mit rund 100 Fachbesuchern über den Mehrwert von digitalen Technologien im Gesundheits- und Pflegebereich. Auf der Veranstaltung, die von dem Verein "Gesellschaft für Informatik" organisiert worden war, ging es u.a. um den Nutzen sogenannter "Serious Games" für die Pflegeausbildung, Geräte, die Pflegebedürftigen mehr Selbstständigkeit ermöglichen sowie Leitlinien für den Erwerb digitaler Kompetenzen.

Ausdrücklicher Wunsch der Verantwortlichen im Gesundheits- und Pflegebereich ist es, dass die Digitalisierung den Fachkräften Arbeit abnimmt und somit mehr Zeit für das Wesentliche schafft: auf Hilfe angewiesene Menschen. Möglich könnten dies beispielsweise sogenannte "Wearables" machen. Dabei handelt es sich um in Kleidungsstücke integrierte Computersysteme, die Körperfunktionen messen können. Sie könnten zu einer Automatisierung der Pflegedokumentation führen, die Fachkräfte entlasten würde.

Neben zahlreichen Präsentationen umfasste das Fachsymposium eine Podiumsdiskussion zum Thema "Leitlinien für den Erwerb digitaler Kompetenzen in der Pflege". An ihr nahmen Andreas Westerfellhaus (Deutscher Pflegerat), Ingrid Hastedt (Wohlfahrtswerk für Baden-Württemberg), Konstantin Holl (Fraunhofer Institut) sowie Prof. Dr. Michael Heister (Bundesinstitut für Berufsbildung) teil.

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