DiPaL – Didaktische Parallelität und Lernortflexibilisierung

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Das Verbundprojekt hat das Konzept „Lernen durch Lehren“ um E-Learning-Elemente erweitert und umgesetzt. Im Mittelpunkt des Ansatzes steht insbesondere die aktive Produktion von digitalen Bausteinen durch die Nutzerinnen und Nutzer im Lernprozess.

Lernende können E-Learning-Module selbst erzeugen

Ziel von „DiPaL“ ist es, das didaktische Konzept „Lernen durch Lehren“ medienpädagogisch und informationstechnisch zu erweitern. Die Lernenden erzeugen selbst digitale E-Learning-Module direkt im Lernprozess. Der gewählte didaktische Ansatz will nicht den bewährten Unterrichtsablauf ersetzen, sondern ihn sinnvoll ergänzen.

Ansatz führt aus der Konsumhaltung heraus

Drei sitzende junge Männer und ein stehender Ausbilder in einem Schulungsraum, die gemeinsam an einem Notebook arbeiten. Im Hintergrund sind zudem weitere, in eine Gruppenarbeit vertiefte, Personen zu sehen.
Abb. 1: „DiPaL“-Lerngruppe mit Ausbilder an einem Notebook

Die Erfahrung der Projektbeteiligten zeigt, dass Lernende computerunterstützende Lehr- und Lernszenarien nur zögerlich nutzen. Das gilt auch dann, wenn sie technisch ausreichend ausgestattet sind und das Bildungspersonal über die notwendige mediendidaktische Kompetenz verfügt. Der Ansatz des Projektes beruht auf der Annahme, dass zwei Faktoren die Ursache sind: Ein Mangel an passgenauen Inhalten und der bisher überwiegend konsumierende Charakter beim Einsatz digitaler Medien. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Inhalten bleibt daher in aller Regel aus.

„DiPaL“ führt die Lernenden aus der Konsumhaltung heraus und bringt sie dazu, sich bei der Produktion mit den Inhalten auseinanderzusetzen. Mithilfe eines Rapid-Authoring-Tools erstellen sie selbst E-Learning-Bausteine, welche passgenau den Unterrichtsablauf ergänzen. Zusätzlich dienen diese dazu, in unterschiedlichen Kontexten und an unterschiedlichen Lernorten weiter zu lernen. Alle produzierten Inhalte werden auf einer Online-Plattform gesammelt und sind dadurch anderen Lernenden und Lehrenden zugänglich. Die Plattform basiert ausschließlich auf den wesentlichen Anforderungen des didaktischen Ansatzes. Zudem ist sie anwenderfreundlich und orientiert sich an den Lernenden.

Inhalte berücksichtigen den gesamten Lernprozess

Im Ansatz „DiPaL“ geht das Projektteam von einer Lehrkunst des Lehrenden aus: Mit ihr lässt sich die Qualität der Inhalte ebenso reflektieren, wie es auch mit anderen Unterrichtsinhalten in der Vergangenheit geschehen ist. An dieser Stelle zeigt sich ein Merkmal besonders deutlich: „DiPaL“ zielt darauf ab, den bewährten Unterricht zu ergänzen.

Drei Lernende und ein Ausbilder sitzen in einem Schulungsraum an zwei Laptops und bereiten gemeinsam eine Präsentation vor.
Abb. 2: Lerngruppe mit Ausbilder an einem Gruppentisch mit Notebooks und Beamer

Konsequenterweise entstehen auf diese Weise viele Inhalte, deren Qualität sich einem unbeteiligten Betrachter nicht unmittelbar erschließt.

Hierbei fließen auch Faktoren ein, die nur dann sinnvoll erscheinen, wenn man den gesamten Lernprozess berücksichtigt. Auf diese Weise entstehen konsequenterweise viele Inhalte, deren Qualität sich unbeteiligten Personen nicht unmittelbar erschließt.

So kann beispielweise die stotternde Aussprache einer Person für den Lehrenden ein deutliches Zeichen für verbesserte Präsentationskompetenz sein. Beispielsweise dann, wenn der oder die Betreffende vorher überhaupt nicht gesprochen hat.