DiPaL – Didaktische Parallelität und Lernortflexibilisierung

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Das Verbundprojekt hat das Konzept „Lernen durch Lehren“ um E-Learning-Elemente erweitert und umgesetzt. Dabei zielt der Ansatz insbesondere auf die Verbesserung der Lernortkooperationen im Rahmen der dualen Erstausbildung.  

Lernende können E-Learning-Module selbst erzeugen

Foto: Zwei Auszubildende, die beide Headsets tragen, sitzen zusammen vor einem Laptop und erstellen gemeinsam einen Videopodcast
Abb. 1: Auszubildende erstellen einen Videopodcast

Ziel von „DiPaL“ ist es, das didaktische Konzept „Lernen durch Lehren“ medienpädagogisch und informationstechnisch zu erweitern. Dadurch können die Lernenden digitale E-Learning-Module direkt im Lernprozess selbst erzeugen. Der gewählte didaktische Ansatz soll den bewährten Unterrichtsablauf nicht ersetzten, sondern sinnvoll ergänzen.

Das Vorhaben fokussiert auf das Subjekt und zielt damit explizit darauf, die Lernortkooperation im Rahmen der dualen Erstausbildung zu verbessern. Das Konzept geht davon aus, dass nur die Lernenden selbst die verschiedenen Lernorte und die damit einhergehenden Lerninhalte miteinander verknüpfen können. Die Schwierigkeiten der Lernortkooperation lösen sie auch selbst.

Zeitliche und räumliche Parallelität an verschiedenen Lernorten

Grafik: Die Grafik symbolisiert die verschiedenen Lernorte bei der Ausbildung
Abb.2: Zeitliche und räumliche Parallelität verschiedener Lernorte

„DiPaL“ bietet dazu die entsprechenden Werkzeuge: Die Auszubildenden produzieren im Rahmen des bewährten Unterrichts digitale E-Learning-Bausteine, die sie dann auch an einem anderen Lernort nutzen können. Charakteristisch für die so produzierten Inhalte ist die zeitliche und räumliche Parallelität an den verschiedenen Lernorten.

Der erstellte Content steht auf einer Online-Plattform jederzeit bereit. So können die Lernenden beispielsweise Inhalte, die sie in der Schule erarbeitet haben, bei Bedarf im Betrieb kurz wiederholen.

Lernortkooperation – Inhalte der Ausbildung in einem zentralen Portfolio

Foto: Das Foto zeigt eine Lerngruppe, die aus sieben Personen besteht und zusammen an einem Tisch sitzt und gemeinsam an zwei Laptops arbeitet
Abb. 3: Lerngruppe arbeitet mit Notebooks im Unterrichtsraum (Foto: DiPaL)

Im Laufe der Ausbildungsjahre entwickelt sich durch die Inhaltsproduktion ein Portfolio von Lernbausteinen. Dieses stellt „DiPaL“ auf einer Online-Plattform zur Verfügung, wodurch Lernende diese an verschiedenen Lernorten nutzen können. Im besten Fall sind alle Inhalte der Ausbildung in einem Portfolio erfasst. So können die Lernenden jederzeit und von jedem Lernort auch auf Inhalte aus den vorherigen Ausbildungsjahren zurückgreifen.

Auf diese Weise unterstützt der Ansatz von „DiPaL“ die Auszubildenden dabei, Lerninhalte und Lernorte miteinander zu verknüpfen. Dadurch trägt das Vorhaben dazu bei, das Lernen an unterschiedlichen Lernorten miteinander zu vernetzen.