Elektroindustrie will digitalen Wandel vorantreiben

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Im Rahmen eines 2015 gestarteten Branchendialogs hat sich die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, vor Kurzem mit Spitzenvertretern der Elektroindustrie getroffen. Im Mittelpunkt stand das Thema digitale Transformation.

Vertreter des Zentralverbandes der Elektrotechnik- und Elektroindustrie (ZVEI), der Industriegewerkschaft Metall (IG Metall), Gesamtmetall sowie des Bundesministeriums für Bildung und Wirtschaft (BMWi) waren am 21. Juni 2017 in Berlin zusammengekommen, um den 2015 gestarteten "Branchendialog Elektroindustrie" fortzusetzen und einen Maßnahmenkatalog aufzustellen für die Handlungsfelder Innovation und Digitalisierung. Diese Gemeinsame Erklärung wurde von ZVEI-Präsident Michael Ziesemer, dem geschäftsführenden Vorstandsmitglied der IG Metall, Jürgen Kerner, dem Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, Oliver Zander und Bundesministerin Brigitte Zypries unterzeichnet.

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Am 21. Juni trafen sich Vertreter der Elektroindustrie mit Vertretern des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie in Berlin. Foto: © BMWi/Susanne Eriksson

Zypries in einer Pressemitteilung des BMWi vom 21. Juni 2017: "Die Elektroindustrie trägt mit ihrer Innovationskraft und ihren leistungsfähigen Beschäftigten erheblich dazu bei, dass die digitale Transformation, die Energiewende und die Steigerung der Energieeffizienz gelingen. Wir haben heute im Dialog mit Unternehmen, Gewerkschaften und Verbänden ein wichtiges Zeichen für eine zukunftsfähige Elektroindustrie gesetzt. Wir wollen den Weg in die digitale Zukunft gemeinsam gestalten und setzen uns für offene Märkte und weltweiten fairen Handel ein."

"Zeitgemäße Bildung und Ausbildung entscheidende Voraussetzungen"

Zum Thema berufliche Aus- und Weiterbildung in der Elektroindustrie wird in der Gemeinsamen Erklärung festgehalten: "Hochwertige und zeitgemäße Bildung und Ausbildung sind entscheidende Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen für die Anforderungen des Arbeitsmarktes in einer digitalisierten Welt gerüstet sind und die Unternehmen der Elektroindustrie ihren Bedarf an Fachkräften decken können. Das BMWi achtet als Verordnungsgeber ständig auf die Aktualität der Ausbildungs- und Prüfungsinhalte. Außerdem setzt es sich dafür ein, die IT-Ausstattung der Schulen und Berufsschulen zu verbessern, digitalen Kompetenzen und der Nutzung digitaler Medien im Unterricht mehr Raum zu geben sowie Lehrkräfte entsprechend weiterzubilden. Der ZVEI, die IG Metall, Gesamtmetall und das BMWi werden ihre bewährten Maßnahmen fortführen und weiterhin für ein hohes Ansehen technischer Berufe und der dualen Ausbildung werben. Die Förderung von Frauen in MINT-Berufen bildet zukünftig einen Schwerpunkt."

Bildnachweis: © BMWi/Susanne Eriksson (v.li.: Jürgen Kerner/IG Metall, Brigitte Zypries/BMWi, Michael Ziesemer/ZVEI, Olaf Zander/Gesamtmetall)