ELoQ: E-Learningbasierte Logistik Qualifizierung

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Das Projekt unterstützt eine zukunftsorientierte Ausbildung von behinderten und/oder benachteiligten Jugendlichen im Bereich der Lagerlogistik. Es entwickelt hierzu barrierefrei gestaltete E-Learning-Angebote für die beiden Ausbildungsberufe Lagerfachhelferin/Lagerfachhelfer und Fachlageristin/Fachlagerist.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat das Projektteam eine Curriculumstruktur für die Qualifizierung der beiden Ausbildungsberufe erarbeitet. Hinzu kommt die Konzeption von E-Learning-Inhalten und -Modulen als barrierefreie Lernmaterialien sowie deren Realisierung und prototypische Erprobung. Dabei berücksichtigt das Vorhaben Aspekte des „Universal Design for Learning“ (UDL) und des „Universal Design of Instruction“ (UDI).

Einsatz moderner Medien ermöglicht Zugriff für alle

Allen – so der Anspruch – soll der Zugang zu den im Projekt entwickelten Lernmaterialien via E-Learning möglich sein. Daher formuliert das  „Universal Design for Learning“ drei Anforderungen an die Gestaltung von Lehr-Lernprozessen:

  • Inhalte/Informationen benötigen vielfältige Darstellungsweisen
  • es sollten vielfältige Handlungs- und Ausdrucksformen vorhanden sein
  • es sollte vielfältige Möglichkeiten geben, sich zu beteiligen

Ferner sollten die Lernprozesse arbeitsprozessorientiert organisiert sein.

Didaktisches Konzept berücksichtigt Unterschiede zwischen den Lernenden

Alle Lernsituationen und Inhaltsmodule sind in einen gemeinsamen Handlungsrahmen – die Modellfirma AutoKrad – eingebettet. Ziel ist es, damit die Motivation und Identifikation der Lernenden mit dem Lernthema aufzubauen. Zudem erzeugt dies Handlungsorientierung und schafft die Möglichkeit, Prozessorientierung, Lösungsorientierung und Flexibilität bei beruflichen Aufgaben zu trainieren. Dabei können die Lernenden selbst über Themen, Arbeitsreihenfolge etc. entscheiden. Die Lernsituationen, die „ELoQ“ auf der Basis vorhandener Arbeitsprozesse entwickelt hat, sind in der Regel folgendermaßen aufgebaut:

  • Einführung in die Lernsituationen: Es gilt, das Thema in den Gesamtzusammenhang einzuordnen, seine Bedeutung und Problemhaltigkeit darzulegen und die Kompetenzziele zu nennen
  • Hinweise auf die dazugehörigen Inhaltsmodule
  • Übergabe des konkreten Arbeitsauftrages:
    • die aktuelle Situation beschreiben
    • den Auftrag konkretisieren
    • die Arbeitsschritte durchführen
    • die Auftragsunterlagen bereitstellen
    • Hilfestellungen/Aufgaben zur Reflexion der Auftragsergebnisse geben: Die Reflexion kann sowohl als Gruppenprozess als auch als Individualprozess erfolgen. Musterlösungen, die zu jeder Situation vorhanden sind, unterstützen die Reflexion.

Für die Reflexionsprozesse – und damit die Lernenden die Aufträge bearbeiten können – sind verschiedene Kommunikations- und Kooperationstools verfügbar: Wiki, Chat, Foren, Dateimanagement etc. Diese setzt das Projektteam je nach Anforderung der Lernsituation ein.

Tests, Musterlösungen und Reflexionsaufträge sind Instrumente, die die Lernenden darin unterstützen, ihren eigenen Lernfortschritt zu kontrollieren und ihren Lernprozess erfolgsorientiert zu steuern.

Unterschiedliche Schwierigkeitsgrade der Aufträge sowie verschiedene Instruktionsgrade berücksichtigen die vielfältigen Lernvoraussetzungen bei den Lernenden.

 Fotocollage aus einem Bild des Firmengebäudes, einem Bauplan, einem Regalgang, einem Flurförderzeug beim Stapeln, einem weiteren Regalgang, einem Palettenschein, einem Gabelstapler und einzelnen Bestandteilen eines Autos.
Abb. 1: Modellfirma AutoKrad