Förderung von Vorhaben zur Stärkung der Medienkompetenz für eine zukunftsorientierte Medienbildung in der beruflichen Qualifizierung

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Informationen zum Programm

Die heutige Gesellschaft ist in ihrem Wandel zur digitalen Informations- und Wissensgesellschaft bereits weit vorangeschritten. Ausdruck dessen ist unter anderem die Allgegenwärtigkeit digitaler Medien, sei es als Informationsquelle, Kommunikations- und Orientierungshilfe, zur privaten und beruflichen Vernetzung oder in Form der mediengestützten Aus- und Weiterbildung. Und die Bedeutung nimmt weiter zu; so initiiert aktuell die Informatisierung der Facharbeit, beispielsweise in der Kfz-Branche und im Handel, oder die rasante Entwicklung im Bereich der mobilen Endgeräte und die Nutzung sozialer Netzwerke, viele neue Anwendungen und Nutzungsformen. Gleichwohl ist festzuhalten, dass ohne Aufbau entsprechender Medienkompetenz diese ständig neuen Anforderungen an die adäquate Nutzung digitaler Medien nur schwer erfüllbar sind.

Medienbildung mit dem Ziel, grundlegende Medienkompetenz aufzubauen, wird somit zu einem wichtigen Faktor, um einerseits die Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe zu gewährleisten. Andererseits sollen die Ausbildungs- und Erwerbsfähigkeit jedes Einzelnen gestärkt werden. Denn nur ein kompetenter und kritischer Nutzer wird sich in einer digitalen Welt dauerhaft zurechtfinden.

Der Bund unterstützt deshalb im Rahmen seiner Zuständigkeit die Verankerung von Medienbildung in der beruflichen Aus- und Weiterbildung und in den Bildungsübergängen. Die Medienkompetenzförderung bezieht sich dabei auf die im BMBF-Expertenbericht „Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur“ zur Medienbildung benannten Themen- und Aufgabenfelder und schließt sowohl die Förderung individueller Medienkompetenz als auch die Entwicklung von Medienkompetenz von Unternehmen und von Organisationen mit ein.

Ziel der beabsichtigten Fördermaßnahme ist es:

  • Medienkompetenzförderung in der beruflichen Bildung zu etablieren
  • den Stellenwert der Medienbildung in ihren Aufgabenfeldern Informations-, Kommunikations-, Orientierungs- und Produktionskompetenz im Rahmen von Berufsvorbereitung, Ausbildung und beruflicher Fort- und Weiterbildung zu erhöhen
  • zu einer Entwicklung von Standards und Qualitätssicherung von Medienbildung und zur Verankerung der zugehörigen medienpädagogischen Inhalte in der Aus- und Weiterbildung beizutragen
  • die Medienkompetenz des pädagogischen Personals, von Ausbildungsleitungen und Führungskräften zu verbessern
  • die Medienintegration und Organisationsentwicklung in Unternehmen und Einrichtungen der beruflichen Qualifizierung zu unterstützen
  • zur Entwicklung innovativer, pädagogisch und didaktisch durchdachter Tools und Anwendungen beizutragen, mit denen Medienkompetenz vermittelt werden kann

Das BMBF trägt mit dieser Fördermaßnahme bezüglich übergeordneter bildungspolitischer Ziele zu Fragen der Berufsbildung sowie zur Verbesserung des Übergangsmanagements in allen Phasen der Berufsfindung und -ausbildung wie auch der beruflichen Neuorientierung bei. Sie leistet außerdem einen Beitrag zur Stärkung der Kooperationsstrukturen zwischen beruflichen Schulen und betrieblicher Ausbildung. Darüber hinaus soll mit dieser Fördermaßnahme zur Beseitigung des Fachkräftemangels, zu einer Förderung der Chancengleichheit durch Erleichterung des Zugangs zu Bildungsangeboten, zur Förderung der Erwerbstätigkeit von Älteren und Frauen und zu einer Kultur des lebenslangen Lernens beigetragen werden.