Förderung der Stärkung der digitalen Medienkompetenz (MedienB_2)

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Informationen zum Programm

Die Digitalisierung aller Arbeits-, Gesellschafts- und Bildungsbereiche schreitet mit hohem Tempo voran. Dabei bietet der Einsatz digitaler Medien zahlreiche Flexibilisierungsmöglichkeiten und Chancen zur Vereinfachung von Prozessen, kann aber auch Ausgangspunkt neuer Herausforderungen sein. Ohne den Aufbau entsprechender Medienkompetenz sind für den Einzelnen wie für Organisationen die damit verbundenen ständig neuen Anforderungen an die adäquate Nutzung digitaler Medien nur schwer erfüllbar. Medienbildung mit dem Ziel, den Aufbau von Medienkompetenz insbesondere auch in Organisationen strukturell zu verankern, wird somit zu einem wichtigen Faktor, um die individuelle Erwerbsfähigkeit und die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen zu stärken. Gleichzeitig kann so die Persönlichkeitsentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe von Individuen gewährleistet werden. Angesichts dieser Entwicklung bedarf es insbesondere im Bereich der berufsbegleitenden Qualifizierung innovativer Konzepte zum Aufbau eines entsprechenden Medienkompetenzniveaus.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt deshalb neben der Förderung des Einsatzes digitaler Medien in der beruflichen Bildung mit den Förderbekanntmachungen zum Einsatz digitaler Medien in der beruflichen Qualifizierung (DIMEBB 1, DIMEBB 2) im Rahmen seiner Zuständigkeit die Verankerung von Medienbildung in der beruflichen Bildung.

Im Kontext der 2011 veröffentlichten Förderbekanntmachung „Stärkung der digitalen Medienkompetenz in der beruflichen Qualifizierung“ wurden Projekte zur Entwicklung von Medienbildungskonzepten, überwiegend im Bereich der Berufsorientierung und -ausbildung gefördert. Der Medienkompetenzförderung von berufspädagogischen Fachkräften widmete sich eine weitere Förderbekanntmachung aus dem Jahr 2015.

Die aktuelle Förderbekanntmachung adressiert auch den Bereich der berufsbegleitenden Qualifizierung in Unternehmen und Einrichtungen (künftig: Organisationen). Allerdings geht es nicht um die Entwicklung von (digitalen) Lehr- oder Lernmedien als solchen, sondern um die Nutzung derselben als selbstverständlicher Bestandteil einer zeitgemäßen Lernkultur, die wiederum entsprechende Strukturen in den Organisationen voraussetzt. So muss beispielsweise Klarheit darüber herrschen, welche Medien für welche Qualifizierung wie und von wem eingesetzt werden können, wie diese dementsprechend zu organisieren ist bzw. welche Voraussetzungen zu schaffen sind.

Ziel dieser Fördermaßnahme ist es,

  • Medienkompetenzförderung in der beruflichen Bildung breiter zu etablieren und den Stellenwert der Medienbildung im Rahmen berufsbegleitender Qualifizierung zu erhöhen;
  • zu einer Entwicklung einer neuen Lernkultur mit entsprechenden berufs- oder branchenspezifischen Standards und zur Verankerung der zugehörigen medienpädagogischen Inhalte in der berufsbegleitenden Qualifizierung beizutragen;
  • die Medienintegration und die damit einhergehende Organisationsentwicklung in Unternehmen und Einrichtungen im Sinne ganzheitlicher und nachhaltiger Implementierungsstrategien zu unterstützen;
  • die Weiterbildungsbeteiligung zu erhöhen, indem durch den Einsatz digitaler Medien verbesserte und attraktive Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen geschaffen und Barrieren beseitigt werden.

Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung von Medienbildungskonzepten zur kompetenten Nutzung und zum Lernen mit (digitalen) Medien, die sich als konstantes Element in die jeweilige Organisation einbinden lassen.

Welche Instrumente hierbei eingesetzt werden und wie sich der Ablauf des Lernens gestaltet, ist aus dem entsprechenden konkreten Bedarf der Zielgruppe heraus zu ermitteln. Die zu entwickelnden Konzepte sollen auf einer Querschnittsebene die Vermittlung zentraler Kompetenzen insbesondere zur kritischen Nutzung und Reflexion digitaler Medien bei Lernenden und Lehrenden berücksichtigen. Darüber hinaus ist eine Verbesserung der Chancen auf eine gerechtere Teilhabe an Bildung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Nationalität, sozialer und wirtschaftlicher ­Situation sowie Alter ein zentrales Anliegen.

Mit dieser Förderrichtlinie leistet das BMBF einen weiteren Beitrag zur Modernisierung der beruflichen Bildung im Rahmen seines Förderprogramms „Digitale Medien in der beruflichen Bildung“.