Karliczek: Wir brauchen mehr Innovation in der beruflichen Bildung

Portrait Anja Karliczek

Die Jury des Innovationswettbewerbs "InnoVET" hat 17 Projekte für eine Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) vorgeschlagen. Diese haben damit die letzte Stufe des Bundeswettbewerbs "Zukunft gestalten - Innovationen für eine exzellente berufliche Bildung (InnoVET)" erreicht.

Der Innovationswettbewerb "InnoVET" ist Teil der Nationalen Weiterbildungsstrategie der Bundesregierung. Das BMBF hatte Anfang 2019 Akteure der beruflichen Bildung aufgerufen, Ideen zu einer innovativen beruflichen Aus- und Weiterbildung zu entwickeln und sich beim Innovationswettbewerb "InnoVET" für eine Förderung zu bewerben.

Für die Konzeptphase gingen 176 Projektideen ein, aus denen die Jury - bestehend aus zehn Expertinnen und Experten der beruflichen Bildung -  die zunächst 30 vielversprechendsten Ideen auswählte. Die ausgewählten Projekte hatten ab August 2019 ein halbes Jahr Zeit, ihre Ideen zu einem umfassenden Förderantrag für die Erprobungs- und Umsetzungsphase auszuarbeiten. Nun hat die InnoVET-Jury 17 Projekte zur Förderung exzellenter Berufsbildung vorgeschlagen. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek in einer Pressemitteilung:

"Die Berufliche Bildung ist das Fundament unserer Wirtschaft, unseres Arbeitsmarktes und Startpunkt zahlreicher erfolgreicher Karrieren. Damit das so bleibt, brauchen wir mehr Innovation in der beruflichen Bildung. Beim Innovationswettbewerb ‚InnoVET' gehen die besten Ideen für die berufliche Bildung daher genau zum richtigen Zeitpunkt an den Start. Ziel des Wettbewerbs ist es, die berufliche Bildung attraktiver, leistungsfähiger und innovativer zu machen. Damit wollen wir sicherstellen, dass wir auch nach der Pandemie für den internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe gut aufgestellt sind. Denn als Innovationsland Deutschland wollen wir weiterhin an der Spitze stehen. Unser Land braucht in Zukunft, vielleicht noch mehr als heute, gut ausgebildete Fachkräfte.

In dem Innovationswettbewerb hat die Experten-Jury jetzt in der letzten Stufe des Auswahlverfahrens 17 Projekte für eine Förderung durch das Bundesbildungsministerium vorgeschlagen. Für vier Jahre wollen wir 80 Millionen Euro in gute Ideen investieren. In den Projekten entwickeln regionale und branchenspezifische Akteure in sogenannten Innovations-Clustern gemeinsam hochwertige und attraktive Qualifizierungsangebote für die berufliche Aus- und Weiterbildung. Der Ideenvielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt. Von Künstlicher Intelligenz, über Systemvernetzung und Mikro- und Nanotechnologie - die Berufsbildungskonzepte treffen den Puls der Zeit."

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das vom BMBF mit der Durchführung von InnoVET beauftragt ist, geht nun in die weitere Abstimmung mit den Projekten und lädt diese zu Antragsgesprächen ein.

Bildnachweis: © BMBF / Laurence Chaperon