KI-Strategie: "Wir setzen auf talentierte Menschen und die richtigen Strukturen"

Portrait Anja Karliczek

Die Bundesregierung hat auf dem Digital-Gipfel 2018 in Nürnberg den Startschuss zur Umsetzung ihrer Strategie in Sachen Künstliche Intelligenz (KI) gegeben. Grundlage für die künftige Entwicklung von innovativen KI-Technologien soll die gute Ausbildung von talentierten jungen Menschen sein.

Das Thema Künstliche Intelligenz stand 2018 im Mittelpunkt des Digital-Gipfels, der vom 3. bis 4. Dezember in Nürnberg stattfand. Im Rahmen der Veranstaltung stellte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, am 4. Dezember - gemeinsam mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und dem Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Björn Böhning - offiziell die Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung vor. "Heute geben wir in Nürnberg den offiziellen Startschuss zur Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung.  Wir wollen 'KI Made in Germany' international zur anerkannten Marke machen. In Deutschland und Europa setzen wir mit dieser Strategie unseren zukünftigen Innovationsmotor in Gang. Talentierte Menschen und die richtigen Strukturen sind der Schlüssel zum Erfolg. Wir wollen 100 neue KI-Professuren schaffen, um Forschung und Lehre in der notwendigen Breite zu ermöglichen. Über die Plattform Lernende Systeme und einem Netzwerk von Kompetenz- und Transferzentren bauen wir leistungsfähige Strukturen auf, in denen sich KI-begeisterte Menschen optimal entfalten können. Unsere KI-Strategie ist der Auftakt zur engen Zusammenarbeit mit der deutschen Wirtschaft, mit der Wissenschaft und der Forschung sowie mit allen Bundesländern", so Karliczek.

Investition von rund 3 Milliarden Euro bis 2025

Portrait Peter Altmaier
Wirtschaftsminister Peter Altmaier. Foto: © Bundesregierung/Kugler

Bundesminister Altmaier sagte in Nürnberg zur  KI-Strategie der Bundesregierung: "Mit der Querschnittstechnologie KI können wir unser Leben massiv verbessern, sei es bei der Früherkennung von Krankheiten, der Unterstützung bei der Pflege oder beim autonomen Fahren. Mit 'KI made in Germany' achten wir darauf, dass nicht die Maschinen, sondern die Menschen die Richtung vorgeben und schaffen neue Arbeitsplätze und Wohlstand." Durch KI seien, so Altmaier, allein im produzierenden Gewerbe rund 32 Milliarden Euro an zusätzlicher Wertschöpfung in den nächsten fünf Jahren möglich. Altmaier: "Deshalb wollen wir Deutschland zu einem führenden Standort bei KI machen und stellen auch mit unserer KI-Strategie bis 2025 rund 3 Milliarden Euro zur Verfügung, um die Entwicklung anzuschieben. Mit unseren deutschlandweiten Mittelstandskompetenzzentren beraten wir rund 1000 Unternehmen pro Jahr, künftig stärker auch dazu, wie KI konkret eingesetzt werden kann. Mit einer KI-Landkarte mit Best-Practices-Beispielen zeigen wir, wie es geht. Im engen Schulterschluss mit Europa werden wir unsere Anstrengungen künftig stärker bündeln und gemeinsame Infrastrukturen zur Datenverarbeitung und Datenanalyse schaffen. Wir brauchen neben moderner digitaler Infrastruktur auch einen strategischen Industrieakteur, quasi einen Airbus für KI. Mit dem Digital-Gipfel fordern wir die Wirtschaft auf, die Zukunftstechnologie KI in Geschäftsprozesse zu integrieren und wir laden die Gesellschaft ein, offen zu sein und sich KI zunutze zu machen. Wir werden 'KI made in Germany' zu einem innovativen und vertrauenswürdigen Qualitätssiegel machen."

Bildnachweis: © Bundesregierung / Guido Bergmann