Merkel: "Made in Germany wird digital"

Angela Merkel © Bundesregierung / Steffen Kugler

Die aktuelle Ausgabe des Magazins "Deutschland aktuell" beschäftigt sich unter dem Titel "Willkommen in der Zukunft" mit der Arbeitswelt von morgen. Bundeskanzlerin Angela Merkel misst dem Thema in einem Vorwort große Bedeutung bei.

Die Regierungschefin betont in dem von der Bundesregierung herausgegebenen Periodikum, dass die Digitalisierung weiter an Geschwindigkeit gewinne. Merkel: "Mehr und mehr kommen Roboter und künstliche Intelligenz zum Einsatz. Sogar bei der Unterstützung von Reha-Maßnahmen können sie wertvolle Hilfsdienste leisten." Doch bei allem Fortschritt, so die Bundeskanzlerin, mache die Digitalisierung menschliche Arbeit nicht überflüssig. Gleichwohl verändere und erleichtere sie sie.

Aufgabe der Politik sei es, so Merkel weiter, "für gute Rahmenbedingungen zu sorgen, um die Chancen der Digitalisierung nutzen zu können". Das Spektrum reiche vom Breitbandausbau über digitale Bildung bis hin zu gesetzlichen Anpassungen. Das Fazit der Bundeskanzlerin: "Ob technologisch oder rechtlich - unser Markenzeichen Made in Germany wird digital."

Beispiele aus der Praxis: Wie Handwerker, Pfleger und Patienten von der Digitalisierung profitieren können

Beispiele für die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt liefert "Deutschland aktuell" in Form von drei Artikeln über eine Tischlerei in Mecklenburg-Vorpommern, die Stuttgarter Modellfabrik "Future Work Lab" sowie den Reha-Assistenz-Roboter "Roreas". In der Tischlerei wird aufgezeigt, wie durch die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine Kundenwünsche erfüllt werden können, die mit herkömmlichem Werkzeug nicht umzusetzen sind. Das "Future Work Lab" führt Unternehmern, Mitarbeitern oder Betriebsräten vor Augen, wie Mensch und Technik in Zukunft zusammenwirken könnten. So wird u.a. die sogenannte "Exo-Jacket" ausgestellt, die wie ein Skelett zum Überziehen anmutet und Handwerker beim Heben oder Über-Kopf-Arbeiten entlasten soll. Beim Reha-Helfer "Roreas" handelt es sich um einen 1,50 Meter großen Roboter, der Schlaganfallpatienten durch Lauf- und Orientierungstraining beim Heilungsprozess unterstützen soll.

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