Mobile Learning

Logo Mobile Learning

Das Projekt entwickelt und erprobt unterschiedliche Szenarien für das mobile Lernen in beruflichen Umgebungen. Ein interdisziplinäres Netzwerk von Projektpartnern initiiert und evaluiert das Konzept in verschiedenen Branchen.

„Mobile Learning – prozessorientiertes Informieren und Lernen in wechselnden Arbeitsumgebungen“, so lautet der vollständige Titel dieses Verbundvorhabens. Ziel ist es, eine praxisnahe Erprobung des mobilen Lernens in verschiedenen Wirtschaftszweigen zu initiieren, zu evaluieren und nachhaltig zu implementieren. Hierzu nutzt das Projekt ein Netzwerk von Forscherinnen und Forschern, Entwicklerinnen und Entwicklern sowie Anwenderinnen und Anwendern.

Für das Netzwerk hat das Projekt marktführende Branchen ausgewählt: die Automobilindustrie, die Elektrobranche sowie den Dachverband der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung.

Damit führt das Vorhaben „Mobile Learning“ beispielhaft in solchen Unternehmen ein, die in diesen Branchen Multiplikatoren für eine Vielzahl von Unternehmen werden können. Die Wirtschaftszweige, die Unternehmensgröße sowie die Erfahrungen mit dem mobilen Lernen der Verbundpartner sind heterogen. Dadurch lassen sich vielfältige Perspektiven erschließen und „Mobile Learning“ in einer Reihe von wechselnden Arbeitsumgebungen erproben.

Verbundpartner

Logos Bereich Anwendung: Daimler, IAG, helpmaster.de, handylearnprojects. Bereich Entwicklung: helpmaster.de, handylearnprojects. Bereich Wissenschaft: FernUniversität Hagen.
Abb. 1: Logos der Partner im Verbundprojekt

Das Projekt umfasst somit eine interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Konzernen, kleinen und mittleren Unternehmen sowie einer staatlichen Institution und einer Hochschule. Dabei handelt es sich auf Unternehmensseite um die Daimler AG, Handylearn Projects H2H e. K. und die helpmaster.de GmbH. Hinzu kommen das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG) sowie die FernUniversität in Hagen.

Schaubild mit den Phasen der forschungsleitenden Prozessgestaltung im Verbundprojekt Mobile Learning
Abb. 2: Schaubild „Forschungsleitende Prozessgestaltung im Verbundprojekt Mobile Learning“

Die im Verbundprojekt zugeordneten Aufgaben untergliedern sich in drei Aufgabenbereiche: An der Konzeption des Projektablaufs und der Projektinhalte sind alle fünf Partner beteiligt. Die helpmaster.de GmbH und Handylearn Projects entwickeln schwerpunktmäßig im jeweils gleichen Umfang die konzipierten Mobile-Learning-Inhalte und -Anwendungen. Die Daimler AG und das Institut für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wirken ebenfalls begleitend mit: Sie übernehmen anschließend die Anwendung der erarbeiteten Mobile-Learning-Applikationen. Die Verbundkoordination und Projektdokumentation erfolgt unter Federführung der FernUniversität in Hagen.

Didaktische Herausforderungen

Bei der Projektentwicklung steht im Vordergrund, die didaktischen Ziele mit neuen technischen Möglichkeiten intelligent zu verbinden. „Mobile Learning“ soll keines der bestehenden Lernkonzepte ersetzen. Es erweitert aber die medialen Möglichkeiten und damit die Verbreitung von Wissen und Lernen. Das gilt vor allem im Bereich der beruflichen Aus- und Weiterbildung.

Das Lernen mithilfe mobiler Geräte wie Handys, Smartphones und PDAs (Mobile Learning) könnte erhebliche Bedeutung im Rahmen betrieblicher Lernarrangements gewinnen. Voraussetzung ist, dass diese das Medium als einen zusätzlichen Kanal nutzen, um Bildungsinhalte innerhalb bestehender Blended-Learning-Arrangements zu vertiefen und zu erweitern.

Entwurf einer neuen Lernarchitektur

„Mobile Learning“ stellt jedoch neue Anforderungen an die Gestaltung von Lerneinheiten. Diese resultieren aus der Charakteristik der Basistechnologie, aber auch aus den Nutzungsbedingungen: So sind die Displays erheblich kleiner, die Eingabemöglichkeiten begrenzter als beim PC. Noch immer setzen die Übertragungsraten der medialen Darstellung auf mobilen Geräten Grenzen. Die Lerneinheiten müssen kurz und modular sein, weil Lernende Mobile Learning meist in kurzen Phasen – zum Beispiel während Wartezeiten – nutzen.

Das Ziel bei der Entwicklung von „Mobile Learning“ darf es nicht sein, bestehende E-Learning-Angebote auf die Möglichkeiten mobiler Technologien eins zu eins zu überführen. Vielmehr gilt es, eine neue Lernarchitektur zu entwerfen, innerhalb derer „Mobile Learning“ seine Stärken ausspielt. So entsteht ein umfassendes, den jeweiligen Lernbedingungen angepasstes Angebot, das sich durch die Lernenden selbst optimiert und differenziert zusammenstellen lässt.

Pluralität von mobilen Lernformen im Arbeitsprozess

Hierzu erschließt das Verbundprojekt Innovations- und Marktpotenziale mobiler Lernangebote. Diese geben anderen Unternehmen und Institutionen einen Impuls, aus den so gewonnenen Erfahrungen und Erkenntnissen zu profitieren. Auch können sie „Mobile Learning“ für eigene Ziele in der beruflichen Bildung nutzen.

Die Heterogenität der Verbundpartner lässt vielfältige didaktische Potenziale erkennen sowie Perspektiven erschließen: Diese ergeben sich aus der Zugehörigkeit des Wirtschaftszweigs, der Unternehmensgröße sowie der Erfahrung mit Mobile Learning. Insbesondere steht das arbeitsprozessorientierte Lernen im Vordergrund. Um eine Pluralität von mobilen Lernformen im Arbeitsprozess zu erzielen, erfolgt die Erprobung von „Mobile Learning“ durch das Projektteam umfassend und vor allem praxisnah.