Nationaler IT-Gipfel 2015

Teilnehmer des Nationalen IT-Gipfels 2015, Copyright: BMWi/Espen Eichhöfer (alle Rechte vorbehalten)

Am 18. und 19. November 2015 fand der 9. Nationale IT-Gipfel statt. Aus sieben Handlungsfeldern der Digitalen Agenda 2014–2017 entstanden neun Plattformen. Die Plattform „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ beschäftigt sich unter anderem mit der Frage nach digitalen Handlungsstrategien für die berufliche Bildung von morgen.

Der neunte Nationale IT-Gipfel fand vom 18. bis 19. November 2015 in Berlin statt. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Digitale Zukunft gestalten – innovativ_sicher_leistungsstark“. Der Gipfel berührte das Thema „Digitale Medien in den beruflichen Bildung“ an mehreren Punkten.

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel hatte beim IT-Gipfel 2014 die Strukturprinzipien für die Neuausrichtung des IT-Gipfels auf die sieben Handlungsfelder der Digitalen Agenda verkündet. Entstanden sind neun Plattformen und zwei Foren. Dort greifen die Beteiligten zentrale Themen aus der Digitalen Agenda auf und erarbeiten konkrete Projekte. Unterhalb der Plattformen widmen sich Arbeitsgruppen spezifischen Themen.

Industrie 4.0

Das Thema Qualifizierung nahm besonders in der Gruppe „Arbeit, Aus- und Weiterbildung“ der Plattform „Industrie 4.0“ breiten Raum ein. In der Berliner Erklärung verständigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des IT-Gipfels darauf, die Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fortzusetzen. In der Erklärung heißt es zur Frage der Qualifizierung:

„Wichtig […] ist, dass die Qualitätsanforderungen in von Digitalisierung betroffenen Branchen ermittelt und Qualifizierungsmaßnahmen definiert werden. Vorhandene Berufsbilder, wie zum Beispiel die vier IT-Berufe, müssen auf den Prüfstand gestellt sowie neue Ausbildungsberufe und Fortbildungsgänge geschaffen werden. Ein gutes Vorbild ist der noch neue Beruf „Produktionstechnologe“ und der Fortbildungsgang „Prozessmanager Produktionstechnologie“. Gute, qualifizierte Arbeit braucht Bildung sowie breite Qualifizierungs- und Entwicklungschancen. Das gilt nicht nur für die betriebliche Ausbildung, sondern auch bereits für Schulen und Hochschulen.“

Digitale Arbeitswelt

Auch die Plattform „Digitale Arbeitswelt“ setze das Thema Qualifizierung in der Fokusgruppe „Beschäftigung und Weiterbildung“ auf die Agenda. Die Gruppe soll von Januar bis Dezember 2016 arbeiten.

Sie betrachtet, wie sich Digitalisierung auf die Beschäftigung und auf den Wandel von Branchen und Berufen auswirkt. Daraus zieht sie Folgerungen für die Qualifizierung und berufliche Weiterbildung.

Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft

Die Plattform: „Digitalisierung in Bildung und Wissenschaft“ steht unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung und von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. August-Wilhelm Scheer, Gesellschafter und Beiratsvorsitzender Scheer Group GmbH.

Sie hat zum Ziel, den digitalen Wandel, der das Lernen, Lehren und Forschen im gesamten Bildungs- und Wissenschaftsbereich stark verändert, aktiv zu gestalten. Eine von insgesamt fünf Arbeitsgruppen setzte sich mit innovativen digitalen Bildungsplattformen auseinander, eine andere mit digitalen Handlungsstrategien für die berufliche Bildung von morgen.

Bildnachweis: Teilnehmer des Nationalen IT-Gipfels 2015, Quelle: BMWi/Espen Eichhöfer