PATONGO

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Das Projekt befasst sich mit Lern- und Verbesserungsprozessen in „communities of practice“. Es ermöglicht Angestellten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sich Handlungskompetenzen in der beruflichen Praxis anzueignen.  

„PATONGO“ untersucht, wie Technologien und Partizipationsprozesse des „Web 2.0“ den Austausch über gute Praktiken fördern können. Dies soll dazu beitragen, die gesamte vernetzte Organisation weiterzuentwickeln (www.patongo.de).

Deutschlandkarte, auf der verschiedene Standorte markiert sind
Abb. 1: Deutschlandkarte mit Standorten

Projektpartner sind die Fernuniversität in Hagen, die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und das Institut für Wissensmedien in Tübingen. Gemeinsam haben sie die Plattform „geistreich“ für den Wissensaustausch unter kirchlichen Praktikerinnen und Praktikern entwickelt. Die Plattform soll den Wissensaustausch von guten Praktiken zwischen kirchlichen Akteuren erleichtern und fördern.

Nutzerinnen und Nutzer erstellen den Content gemeinsam

Ziel der Internetplattform ist es, leitenden Aktiven sowie Ehren- und Hauptamtlichen in der Evangelischen Kirche Deutschland den Austausch von Erfahrungswissen untereinander zu ermöglichen. „PATONGO“ steht für „Patterns and Tools for NGOs“, also Handlungsmuster und Werkzeuge für Nichtregierungsorganisationen – hier am Beispiel der Kirche.

Auf der Plattform kommen Web 2.0-Technologien zum Einsatz, mit dem Ziel, den Content kooperativ zu erstellen und weiterzuentwickeln. Zudem ermöglichen sie die Kommunikation zwischen den Beteiligten. Leicht handhabbare und überwiegend als Open Source erhältliche „Autorenwerkzeuge“ ermöglichen es den Nutzenden, selbst Lerninhalte zu erstellen (User-generated Content). Dadurch können die Lernenden eine aktive Rolle im Lernprozess einnehmen.

„geistreich“ ermöglicht sozialen Austausch

Neben dem Erstellen von Wissensbeschreibungen stellt das Auffinden relevanter Inhalte die Praktikerinnen und Praktiker vor neue Probleme. Da sie sich oft Handlungswissen über ihnen unvertraute Bereiche aneignen wollen, wissen sie unter Umständen nicht, wie sie relevante Patterns finden können. Auf der Praxis-Plattform „geistreich“ sind die Praxisbeschreibungen und Patterns deshalb in einem semantischen Wissensnetz verortet. Praktikerinnen und Praktiker können so neue Themenfelder erforschen und ihre Kompetenzen erweitern.

System hilft Praktikerinnen und Praktikern sich zu vernetzen

Das Erlernen von Erfahrungswissen ist in „geistreich“ auch immer ein sozialer Prozess. Zu keinem Zeitpunkt kann alles Handlungswissen in Form von Patterns beschrieben werden. Daher gibt es immer wieder Fragen, die es im sozialen Austausch zu lösen gilt. Eine zentrale Rolle spielt dabei, wie die Praktikerinnen und Praktiker miteinander vernetzt sind. „geistreich“ visualisiert hierzu soziale Beziehungen zwischen ihnen. Das System unterstützt Praktikerinnen und Praktiker darin, für sie interessante Kolleginnen und Kollegen zu finden.

Persönliche Profile, die Möglichkeit zur Gruppenbildung und visuelle wie auch thematische Vernetzungssysteme bringen Praktikerinnen und Praktiker aus ganz Deutschland zusammen. Diese stehen in ihrer alltäglichen Praxis vor ähnlichen Herausforderungen und können sich so auch über Distanz über Praktiken austauschen.