Pflege 4.0: Leitlinien für den Erwerb digitaler Kompetenzen

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Der Beirat IT-Weiterbildung der Gesellschaft für Informatik e.V. (GI) hat Handlungsempfehlungen für die Entwicklung und den Erwerb digitaler Kompetenzen in der Pflege entwickelt.

In Deutschland gibt es knapp drei Millionen Pflegebedürftige, die von etwa 1,1 Millionen Beschäftigten in der stationären und ambulanten Pflege versorgt werden. Welche digitalen Kompetenzen künftig in Pflegeberufen gefordert sein werden, wie deren Entwicklung und Erwerb gelingen kann und welche Maßnahmen dafür ergriffen werden müssen, sind Gegenstand der "Leitlinien Pflege 4.0". Darin werden fünf Handlungsfelder identifiziert und konkrete Empfehlungen für Politik, Wissenschaft und Wirtschaft ausgesprochen.

Prof. Dr. Jochen Koubek, Sprecher des GI-Beirats IT-Weiterbildung: "Technische Innovationen im Pflege- und Gesundheitssektor, wie neue Dokumentations- und Kommunikationsmedien, Assistenzsysteme, innovative Robotertechnik oder Mobilitätslösungen können die Versorgung und Betreuung in erheblichem Umfang entlasten. Dafür müssen die Erfahrungen, Bedürfnisse, Kultur und Lernmöglichkeiten von Pflegebedürftigen, Pflegenden und Angehörigen frühzeitig einbezogen werden. Zudem bedarf es eines Erwerbs digitaler Kompetenzen bei den Beschäftigten und den Führungskräften im Pflegebereich."

Die Handlungsempfehlungen wurden von Expertinnen und Experten aus Pflegepraxis, Wissenschaft, Wohlfahrtsverbänden, IT- und Pflegewirtschaft entwickelt. Sie wurden im Rahmen des Digital Gipfels vorgestellt, der in diesem Jahr in der Metropolregion Rhein-Main stattfand (12. und 13. Juni).

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