Projekt „InDigiTrain“ gestartet

Frau und Mann führen Handstand auf Rasenfläche aus; Copyright: BananaStock (Thinkstock), alle Rechte vorbehalten

Berufliche Bildung in der Logopädie und Krankenhaushygiene mit digitalen Bausteinen flexibler gestalten: Das ist das Ziel des am 1. Juni 2016 gestarteten, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „InDigiTrain“ an der FernUniversität Hagen.

Angesiedelt ist „InDigiTrain“ – das Akronym steht für „Integriertes digitales Training“ – im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik von Prof. Dr. Claudia de Witt. „Wir werden über einen Projektzeitraum von drei Jahren digitale Szenarien für zwei Berufsgruppen aus der Gesundheitsbranche entwickeln und implementieren. Lernende sollen etwa in die Lage versetzt werden, Lernprozesse mitzugestalten und sich neue Lernstrategien anzueignen“, erläutert de Witt. Im wissenschaftlichen Fokus steht die berufliche Bildung für Logopädinnen und Logopäden sowie von Pflegepersonal zu Hygienefachkräften.

Am vom BMBF und Europäischen Sozialfonds (ESF) geförderten Projekt sind neben der FernUniversität Hagen weitere Institutionen beteiligt: die Arbeiterwohlfahrt Ennepe/Ruhr (AWO EN) mit ihrer Logopädieschule, das Bildungsinstitut im Gesundheitswesen (BiG) aus Essen mit der Weiterbildung zur Hygienefachkraft sowie das Unternehmen M.I.T e-Solutions. Die Projektpartner bringen ihre jeweiligen Expertise mit ein: Die FernUniversität liefert die (medien-)didaktischen Konzepte, die AWO EN sowie das BiG das fachliche Wissen und den Zugang zu den Einrichtungen. M.I.T. sorgt für die technischen Umsetzungen. „Grundsätzlich wollen wir Lernen und Arbeiten stärker verknüpfen – auf der Basis des sogenannten Inverted Classrooms sowie des problembasierten Lernens“, so de Witt.

Im Inverted Classroom werden Lernräume umgekehrt: Die Lernenden eigenen sich die digital zur Verfügung gestellten Inhalte eigenständig an, meist Zuhause. Die Präsenzzeit in der Schule wird dann dazu genutzt, das Erarbeitete gemeinsam zu vertiefen. Das Potenzial digitaler Medien kann durch das Zusammenspiel neuer technologischer Lösungen und adäquater (medien-)didaktischer Konzepte zunehmend besser ausgeschöpft werden.

„Dazu müssen die Materialien so aufbereitet sein, dass sie auch allein erlernbar sind und sie müssen an bereits Gelerntes anschließen“, ergänzt Projektmitarbeiterin Christina Gloerfeld, die im Lehrgebiet Bildungstheorie und Medienpädagogik promoviert. Deshalb werden die Materialien und Medien innerhalb des Projektes gemeinsam mit den Lehrenden und Lernenden konzipiert. Sie sollen fester Bestandteil der Qualifizierungsmaßnahmen werden.

Bildnachweis: BananaStock (Thinkstock)