re:publica 2019: BIBB präsentiert Innovationen in der Berufsbildung

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Welche Art von Arbeit werden wir in Zukunft leisten? Und über welche Kompetenzen müssen Beschäftigte verfügen, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf der Konferenz "re:publica" vom 6. bis 8. Mai 2019 in Berlin.

Als nationales Kompetenzzentrum für die berufliche Aus- und Weiterbildung in Deutschland wird das BIBB auf der re:publica 2019 verdeutlichen, wie prozessorientiertes und systemisches Denken, Problemlösungs-, Medien- und IT-Kompetenz, Nachhaltigkeit und Kommunikation bereits jetzt Einzug in die 325 staatlich anerkannten dualen Ausbildungsberufe halten, um die Auszubildenden von heute auf ihre Tätigkeit als Fachkraft von morgen vorzubereiten.  

"Lightning Box" am 8. Mai

Im Format einer sogenannten "Lightning Box" wird BIBB-Forschungsdirektor Prof. Dr. Hubert Ertl den Besucherinnen und Besuchern der re:publica am 8. Mai ab 11:45 Uhr – unterstützt von Videos und Expertendiskussionen – die qualitativen und quantitativen Veränderungen aufzeigen, die die zunehmende Digitalisierung der Arbeitswelt mit sich bringen wird.

Für BIBB-Forschungsdirektor Ertl ergeben sich aus diesen Veränderungen weitreichende Herausforderungen für die berufliche Aus- und Weiterbildung: "Die mit der Digitalisierung verbundenen Anforderungen dynamisieren Lern- und Lehrprozesse in allen Bereichen der beruflichen Bildung. Neue pädagogische Konzepte müssen im Zusammenwirken von Berufsbildungsforschung und Praxis entwickelt und implementiert werden."

Session am 7. Mai: "Education and Science Diplomacy"

Neben der "Lightning Box" zum Thema Digitalisierung informiert die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Zentralstelle der Bundesregierung für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET im BIBB) über das vielfältige Engagement Deutschlands in der internationalen Berufsbildungszusammenarbeit. Denn im Zeitalter globaler und digitaler Produktions- und Lieferketten muss die Berufsbildung noch internationaler gedacht werden als bisher. Dem Aspekt, dass Berufsbildungszusammenarbeit auch einen wesentlichen Beitrag für die diplomatischen Bemühungen Deutschlands leistet, widmet sich eine Session am 7. Mai ab 13 Uhr ("Education and Science Diplomacy").

Am Stand und im Rahmenprogramm präsentieren das BIBB und GOVET unter dem Titel "skills4future:needs" mit Projekten, Exponaten und Expertengesprächen ein breites Spektrum weiterer gelungener Praxisbeispiele innovativer Berufsbildung. Dazu gehören unter anderem:

  • der neue Ausbildungsberuf "Kaufmann/-frau im E-Commerce"
  • Innovationen in Pflege- und Gesundheitsberufen sowie in der Textilindustrie
  • der Einsatz von Drohnen in Landwirtschaft, Gartenbau, Vermessungswesen und Bausanierung
  • Virtual- und Augmented Reality (VR/AR) in der Berufsbildung
  • Nachhaltigkeit in Lebensmittel- und Dienstleistungsberufen
  • frei verfügbares Wissen mit Open Educational Resources und Bürgerbeteiligung in der wissenschaftlichen Datenerhebung durch Citizen Science

Bildnachweis: re:publica / Britta Pedersen