"Serena Supergreen": Jetzt kostenlos spielbar!

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Das Serious Game "Serena Supergreen und der abgebrochene Flügel" ist ab sofort online spielbar. Es rückt das Thema Erneuerbare Energien in den Vordergrund und soll Mädchen neugierig auf eine Ausbildung im Bereich technischer Berufe machen.

Das vom Wissenschaftsladen Bonn, der TU Dresden sowie dem Gamestudio "the Good Evil" entwickelte Point&Click-Adventure steht ab sofort im App Store und Google Play Store zum Download bereit. Es erzählt eine lebensnahe Abenteuergeschichte, in der 12- bis 16-Jährige zentrale Aufgabenbereiche technischer Berufe spielerisch erproben können. Dazu gehören: das Abseilen von einer Windkraftanlage, das Entschlüsseln von Schaltplänen sowie das Reparieren defekter Geräte. Ergänzend zum Computerspiel gibt es umfassendes Unterrichtsmaterial und Informationen zur Berufsorientierung. "Serena Supergreen" kann also nicht nur individuell zu Hause gespielt, sondern auch im Schulunterricht oder in der außerschulischen Berufsorientierung eingesetzt werden.

Spielspaß im Unterricht, aber auch in der Freizeit

Ziel des Spiels, dessen mehr als zweijährige Entwicklung vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde, ist es, insbesondere das Interesse von Mädchen an technischen Ausbildungsberufen (im Bereich der Erneuerbaren Energien) zu stärken. "Mädchen neigen dazu, sich gegen Berufe im technischen Bereich zu entscheiden, weil sie den gesellschaftlichen Beitrag oft unterschätzen und sich die notwendigen, technischen Kompetenzen nicht zutrauen", weiß Projektleiterin Dr. Pia Spangenberger vom Wissenschaftsladen Bonn.

Serena Supergreen
Auf spielerische Art und Weise führt "Serena Supergreen" Jugendliche an die Herausforderungen technischer Berufe heran - etwa an die Reparatur eines Windrades. Foto: © Serena Supergreen

Im Mittelpunkt von "Serena Supergreen" steht Serena, die mit ihren Freundinnen Kiki und Myra in den Urlaub fahren will. Vorher muss sie aber erst einmal Geld im Einkaufszentrum verdienen. Die Aquarien in der Zoohandlung sind kaputt, das Chamäleon sitzt im Dunkeln und außerdem gibt es da diesen komischen Papagei: Serena hat in ihrem neuen Job einiges zu tun. Sie muss zahllose technische Herausforderungen meistern. Dank stetem Kontakt im Gruppenchat auf dem virtuellen Handy lösen die Spielerinnen und Spieler die Aufgaben mit Serena und ihren Freundinnen gemeinsam. Als die drei Mädels endlich in Richtung Traumstrand unterwegs sind, landen sie allerdings auf der falschen Insel. Quasi im Alleingang müssen sie dort eine Windkraftanlage reparieren – nur so kommen sie von der verlassenen Insel wieder runter.

"Als Spieleentwickler war es uns wichtig, die Mädchen bei der Erstellung des Spiels eng mit einzubeziehen", sagt Spieleentwicklerin Linda Kruse vom Gamestudio the Good Evil. "So konnten wir sicherstellen, dass Serena Supergreen ein Game wird, das den Mädchen im Unterricht, aber vor allem auch in ihrer Freizeit sehr viel Spaß bereitet."

Schüler mögen "natürliche Aufgaben" und "realistische Handlung"

Die ersten Evaluationsergebnisse deuten darauf hin, dass das gelungen ist. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Untersuchung spielten 92 Schülerinnen und Schüler der Zielgruppe einen Ausschnitt von "Serena Supergreen". 85 Prozent von ihnen gaben danach an, dass sie das Spiel weiterhin spielen möchten. Ihnen gefielen vor allem "die natürlichen Aufgaben" und die "realistische Handlung".

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Erste Untersuchungen haben bereits ergeben, dass "Serena Supergreen" bei jugendlichen Spielerinnen und Spielern sehr gut ankommt. Foto: © Serena Supergreen

Im Anschluss an das Spiel erhalten die Jugendlichen Informationen rund um technische Ausbildungsberufe in den Erneuerbaren Energien - in Form von Videos, Texten über den Berufsalltag, Informationen zu Ausbildungsmöglichkeiten und Quizaufgaben. Lehrkräfte finden auf der Webseite eine komplette Unterrichtseinheit zur Berufsorientierung, fachspezifische Arbeitsblätter und technische Hintergrundinformationen. Um Anknüpfungspunkte für den Einsatz des Spiels im Unterricht zu bieten, wurden die 16 Rahmenlehrpläne der Bundesländer gesichtet und die entwickelten Spielinhalte auf die Lernziele in den Lehrplänen abgestimmt.

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