Virtuelles Ausbildungsmodul für Notfall-Sanitäter

Notfallambulanz; Copyright: MattGush (Thinkstock, alle Rechte vorbehalten)

Digitale Medien – konkret Serious Games mit VR-Technologie – in der Ausbildung von Notfallsanitätern: darum geht es im BMBF-geförderten Projekt EPICSAVE.

Ein Serious Game-Simulationsansatz, basierend auf Virtual Reality-Technologie (VR), soll im Projekt EPICSAVE angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter auf ansonsten schlecht trainierbare Notfälle vorbereiten.

In einem zweiten Arbeitstreffen konnten die Projektverantwortlichen die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Lehransätze (klassischer Unterricht, Simulatortraining, Patientendarsteller, EPICSAVE mit VR-Serious Games) diskutieren und herausarbeiten.

Mit der VR-Brille HTC Vive probierten die Projektbeteiligten aktuelle VR-Technologie aus, um ein Gefühl für die Intensivität der Erlebnisse in Virtual Reality zu bekommen. Ein weiterer wichtiger Aspekt war die Diskussion ethischer Fragen bezüglich Probandenstudien und die Frage, welche Inhalte künftigen Schülern präsentiert werden können.

Ergänzt wurde das Treffen durch zwei weitere simulierte Rettungseinsätze an Patientensimulatoren in einem Anaphylaxieszenario. Einmal inklusive der Demonstration einer Reanimation und einmal an einem Pädiatriesimulator.

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt wird im Herbst 2016 auf zwei Veranstaltungen präsent sein. Erstens auf dem Interdisziplinären Symposium zur Simulation in der Medizin (InSiM) vom 13.–15. Oktober in Dresden. Hauptanliegen des Symposiums ist eine breitere Anwendung von Simulation in der Medizin und die Erhöhung der Patientensicherheit.

Dr. Thomas Luiz und Dr. Jonas Schild werden dort einen Vortrag halten mit dem Titel „Vorstellung des aktuellen Entwicklungsstands des Projektes EPICSAVE zur Entwicklung, Implementierung und Erprobung digitaler Medien in der Ausbildung von Notfallsanitätern“.

Zweitens wird EPICSAVE auch beim Workshop Virtuelle und Erweiterte Realität (VR/AR) der Gesellschaft für Informatik 8.–9. September in Bielefeld vertreten sein. Der Workshop ist das jährliche Treffen der GI-Fachgruppe Virtual & Augmented Reality mit dem Ziel die wissenschaftliche Arbeit auf diesem Gebiet voranzutreiben.

Der dort angenommene Beitrag hat den Titel „Integration von Panorama-Bilddaten in eine Echtzeit-Game-Engine für Virtual Reality-Szenen“.

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann sich auf der Website des Projekts den NDR-Beitrag „Der Virtuelle Notfallsanitäter“ anhören.

Bildnachweis: MattGush (Thinkstock)