Wanka besucht EPICSAVE in Leipzig

Bundesbildungsministerin Wanka im Gespräch mit Dieter Lerner von Fraunhofer IESE

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, hat im Rahmen der Tagung "Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung" in Leipzig das Projekt EPICSAVE besucht und sich persönlich über das gleichnamige Serious Game informiert.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) haben am 28. und 29. November 2017 gemeinsam eine Veranstaltung unter dem Titel "Berufsbildung 4.0 – Zukunftschancen durch Digitalisierung" durchgeführt. Rund 500 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungspraxis diskutieren in einem Leipziger Tagungshotel über die Herausforderungen und Chancen, die in der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts zu erwarten sind.

Neben Expertengesprächen, Exkursionen und Foren wurden auf einem Marktplatz an beiden Tagen Digitalisierungsprojekte zum Anfassen und Mitmachen präsentiert – darunter das vom BMBF im Rahmen des Förderprogramms "Digitale Medien in der beruflichen Bildung" geförderte Projekt EPICSAVE. EPICSAVE hat zum Ziel, einen neuartigen Trainingsansatz für angehende Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitäter zu entwickeln und zu erproben. Diese tauchen mithilfe einer VR-Datenbrille in eine virtuelle Umgebung ein, in der sie mit virtuellen Patienten konfrontiert werden und diese versorgen können. Das Lernerlebnis wird verstärkt durch die Verknüpfung von motivatorischen Ansätzen aus der Computerspielewelt mit theoretischen Ausbildungsinhalten.

Bundesministerin Wanka erkundigte sich im Gespräch mit Dieter Lerner vom Fraunhofer Institut für Experimentelles Software Engineering (Fraunhofer IESE) über die Vorteile, die eine virtuelle Lernumgebung in der Aus- und Weiterbildung von Notfallsanitätern bietet. Bei einer Vorführung des Serious Games konnte sich die Ministerin sogleich einen ersten Eindruck von dem auf virtueller Realität basierenden Lernspiel verschaffen.

Das Projekt EPICSAVE initiiert hat der Notfallmediziner Dr. Thomas Luiz von Fraunhofer IESE in Kaiserslautern. Das Institut ist für die fach- und mediendidaktische Konzeption des Vorhabens verantwortlich und Teil eines Konsortiums, dem ferner die Hochschule Hannover, das Ausbildungszentrum Wetzlar des Malteser Hilfsdienstes, die Akademie für Notfallmedizin der Falck Rettungsdienst und G.A.R.D gGmbH in Hamburg sowie die TriCAT GmbH angehören. Die Koordination des Projekts EPICSAVE hat die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg übernommen.

Bildnachweis: BIBB