Wissens- und Technologietransfer intensivieren

Zwei Männer berühren mit jeweils einem Finger ein auf dem Tisch liegendes Tablet; Foto: BernardaSv (Thinkstock)

Eine neue Maßnahme des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert neue und bestehende Netzwerke, die Wissens- und Technologietransfer ermöglichen. Stichtag für die Einreichung von Projektskizzen ist der 15. Dezember 2016.

In der Beruflichen Bildung setzen bereits zahlreiche Initiativen und Ansätze auf digitale Medien zum Lehren und Lernen. Jedoch ist die Nutzung und Auseinandersetzung mit den Potenzialen des Digitalen Lernens oftmals nicht ausreichend systematisiert, so dass bestehende Ansätze nicht verzahnt oder die unterschiedlichen Dimensionen des Digitalen Lernens nicht ausreichend in den Blick genommen werden. Bestehende Best-Practice-Beispiele werden zu oft nicht ausreichend in die Breite getragen.

Die Fördermaßnahme zielt daher darauf, den Wissens- und Technologietransfer zu unterstützen. Hierfür soll die Bildung branchenspezifischer oder regionaler Netzwerke gefördert werden, in denen zwischen Akteuren der Beruflichen Bildung koordinierte Aktivitäten zum Thema „Digitales Lernen“ angestoßen werden sollen. Im Zentrum stehen dabei kleine und mittlere Unternehmen (KMU).

Mehr oder weniger formalisierte regionale oder branchenspezifische Netzwerke und Kooperationsstrukturen, in denen Synergien genutzt und Kompetenzen gemeinsam aufgebaut werden, bieten in der Beruflichen Bildung Wege des intensivierten Wissenstransfers auf Augenhöhe. Punktuell etabliert sind derzeit zum Beispiel Zusammenschlüsse von Bildungsakteuren oder von Sozialpartnern einer Branche, die Betriebe ­gemeinsam bei der Ausgestaltung und Umsetzung ihrer Bildungsprozesse unterstützen. In regionalen Unternehmensclustern wiederum steht das gegenseitige voneinander Lernen zwischen Unternehmen – zum Teil unterstützt durch eine koordinierende Servicestelle – im Vordergrund.

Mit dieser Richtlinie sollen sowohl bestehende Netzwerke bei der Professionalisierung ihrer Aktivitäten zum Thema Digitales Lernen gefördert werden, als auch die Bildung neuer Netzwerke unterstützt werden, insbesondere in Branchen und/oder Regionen, die bisher über keine etablierten Kooperationsstrukturen verfügen.

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